Prinz-Regent-Theater

Peter Landmann soll im Bochumer Theaterstreit vermitteln

Romy Schmidt (mi.) muss in Bochum bleiben! Das fordert nicht nur das Ensemble des Prinz-Regent-Theaters, sondern auch die Stadt.

Foto: Ingo Otto

Romy Schmidt (mi.) muss in Bochum bleiben! Das fordert nicht nur das Ensemble des Prinz-Regent-Theaters, sondern auch die Stadt. Foto: Ingo Otto

Bochum.  Kulturdezernent Michael Townsend erklärt, die Stadt Bochum wolle Intendantin Romy Schmidt unbedingt halten. Ein Moderator soll schlichten.

Die Stadt macht sich für eine Verträgsverlängerung von Romy Schmidt am Prinz-Regent-Theater stark: „Die Fortsetzung ihrer Intendanz ist absolut wünschenswert“, betonte Kulturdezernent Michael Townsend (SPD) im Kulturausschuss.

Wie berichtet, gab/gibt es einen krachenden Dissens zwischen den Theatervorstand des PRT und der Direktorin – mit der Folge, dass Schmidt ihren Vertrag nicht über 2017/18 hinaus verlängert bekam. Das Thema und die Umstände, mit denen es an die Öffentlichkeit kam, beherrscht seit Wochen die Kulturszene. „Die ganze Diskussion ist absolut schädlich für den Theaterstandort Bochum“, so Ausschussvorsitzender Dieter Fleskes (SPD).

„Führende Bühne in NRW“

Vor diesem Hintergrund gab der Kulturdezernent ein längeres Statement ab. Die Kernpunkte: Das PRT gehöre zu den führenden Bühnen in NRW. Romy Schmidt habe mit einem eindeutigen künstlerischen Konzept Kritiker und Publikum gleichermaßen gewonnen. Und: die Stadt werde mehr tun, als sich ausschließlich finanziell zu engagieren.

Gespräche am 6. Oktober in Arnsberg

Townsend betonte, er habe sich persönlich als Vermittler versucht, habe auch bei der Bezirksregierung immer wieder nachgehakt. Dort läuft, wie berichtet, ein Prüfverfahren wegen unsachgemäßer Fördermittelverwendung, die Zeit von Schmidt-Vorgängerin Sibylle Broll-Pape betreffend. „Am 6. Oktober wird es auf höhere Verwaltungsebene ein Gespräch in Arnsberg geben, wo alle Fakten besprochen und nach Lösungen gesucht werden soll“, verriet Townsend.

Landmann gilt als Kulturexperte

Darüber hinaus habe er Peter Landmann in Marsch gesetzt, der als Moderator zwischen dem PRT-Theatervorstand (1. Vorsitzende: Sibylle Broll-Pape) und Intendantin Romy Schmidt vermitteln soll. Landmann gilt als langjähriger Leiter der Kulturabteilung in der Staatskanzlei NRW als ausgewiesener Kulturexperte und -förderer.

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