Bewirtschaftung

Parken am Freizeitbad Heveney wird bald kostenpflichtig

Kostenpflichtig werden bald die 400 Parkplätze am Freizeitbad Heveney (links). Badbesuchern wird die Gebühr an der Kasse erstattet.

Kostenpflichtig werden bald die 400 Parkplätze am Freizeitbad Heveney (links). Badbesuchern wird die Gebühr an der Kasse erstattet.

Foto: Hans Blossey

Bochum / Hattingen / Witten.   Das Parken am Kemnader See wird kostenpflichtig. Bis zu 5 Euro müssen Autofahrer zahlen. Kostenlos bleibt das Parken am Hafen Heveney – vorerst.

Das Parken am Freizeitbad Heveney wird kostenpflichtig. „In den nächsten Wochen“ werden die 400 Stellplätze bewirtschaftet, kündigt Jürgen Hecht, Chef der Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr, an. Autofahrer zahlen dann montags bis freitags pauschal zwei Euro, am Wochenende fünf Euro. Bad-Besuchern wird die Gebühr erstattet.

Seit Monaten war über eine Bewirtschaftung am Kemnader See spekuliert worden. Nun herrscht zumindest für die Fläche direkt an der Therme Gewissheit. „Es passiert immer wieder, dass unsere Bad-Gäste keinen Parkplatz finden. Das muss anders werden“, sagt Jürgen Hecht.

Demnächst werden Schranken aufgestellt

Alsbald werden Schranken an der Einfahrt an der Seestraße aufgestellt. Dann tritt dauerhaft die Regelung in Kraft, die bisher nur während des 17-tägigen Zeltfestivals gilt: Alle Parker werden zur Kasse gebeten. Beim Bezahlen im Freizeitbad gibt’s das Geld gegen Vorlage des Tickets zurück.

Kostenfrei bleibt das Parken auf den weiteren 1400 Stellflächen rund um den Hafen Heveney. Sie werden bislang weniger von Bad-Besuchern als vielmehr von Tausenden Ausflüglern genutzt. Ob es hier auf Dauer beim gebührenfreien Parken bleibt, lässt Hecht gegenüber der WAZ offen: „Wir haben am See noch so einiges vor.“

Sole-Anlage für 350.000 Euro

Fest steht derweil: Das Freizeitbad erhält ein neues Solebecken. Wie berichtet, ist das alte Becken undicht und seit Ende 2018 trockengelegt – zur Enttäuschung vieler Stammbesucher, für die das Bad in der Sole regelmäßige Gesundheitsvorsorge bedeutet. Die letzten Hoffnungen ruhten seit April auf einem weiteren Testlauf. Vergebens. „Das Becken ist nicht mehr reparabel“, konstatiert Hecht.

Ersatz ist in Sicht. Der Aufsichtsrat der Freizeitgesellschaft gab jetzt grünes Licht für ein neues Solebecken. „Es ist rund 110 Quadratmeter groß, verfügt über eine sieben Meter lange Sprudelliege und zehn Sitzplätze mit Massagedüsen und besteht aus einem wartungsfreien Kunststoff, dem die Sole nichts anhaben kann“, so Jürgen Hecht, der mit einer Investition von „mindestens“ 350.000 Euro rechnet – getragen von den vier Gesellschaftern, den Städten Bochum und Witten, dem EN-Kreis und dem Regionalverband Ruhr. Mit dem Bau soll „noch im Sommer“, begonnen werden. Die Beeinträchtigungen für die Sauna-Besucher sollen sich möglichst in Grenzen halten. Im Herbst/Winter soll das neue Becken in Betrieb gehen.

Weitere Preiserhöhungen hatte die Freizeitgesellschaft im Frühjahr im Gespräch mit der WAZ für die nächsten zwei Jahre ausgeschlossen. Zuletzt waren die Tarife im Januar angehoben worden.

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