Klassik

Corona-Begrenzung wirkt hart auf die Bochumer Symphoniker

Auch für die Bochumer Symphoniker - hier mit ihrem designierten Generalmusikdirektor  Tung-Chieh Chuang (mi.) - ändert sich in der Corona-Krise Vieles.

Auch für die Bochumer Symphoniker - hier mit ihrem designierten Generalmusikdirektor Tung-Chieh Chuang (mi.) - ändert sich in der Corona-Krise Vieles.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Orchester in NRW sehen in der Corona-Begrenzung eine Gefahr fürs Konzertleben. Steffen Schrank von den Bochumer Symphoniker erklärt, warum.

Die Orchesterkonferenz NRW - ein Zusammenschluss aller gewählten Vertreter der 20 Konzert- und Theaterorchester des Landes - blickt mit Sorge auf die neuen Schutzverordnungen, die wegen Corona eine Obergrenze von nur 250 Besuchern bei Veranstaltungen erlauben. Steffen Schrank, Cellist der Bochumer Symphoniker und Sprecher der Orchesterkonferenz NRW, erläutert die Hintergründe.

Was ist das Problem?

Steffen Schrank: Teilweise wurden von den örtlichen Behörden sogar noch schärfere Maßnahmen verordnet. Betroffen sind hiervon vor allem die Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 50, also praktisch alle größeren Städte im Land. Gerade bei Oper und Konzert hat sich jedoch gezeigt, dass hier das Ansteckungsrisiko gering ist. Wir fordern daher ein differenziertes Vorgehen bei der klassischen Musik.

Wie nehmen Sie die Situation im Musikforum wahr?

Von der Bühne aus sehen wir Musiker, wie diszipliniert sich das Publikum verhält, wir sind hier ja nicht auf einer wilden Party! Die bisherigen Schutzkonzepte haben funktioniert, uns ist keine Infektion bei den Besuchern bekannt.

Wie könnte es weitergehen?

Die Orchesterkonferenz sieht in der neuerlichen Begrenzung des Publikums eine Gefährdung der Theater und Orchester im Land. Wir fordern Land und Kommunen auf, Konzepte vorzulegen, die eine kluge Balance zwischen ausreichendem Infektionsschutz und einem vernünftigen Spielbetrieb ermöglichen. Die Menschen brauchen Kultur - gerade jetzt!

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