Europaserie

Özlem Demirel ist Linke-Direktkandidatin für die Europawahl

Özlem Demirel ist Linke-Direktkandidatin für die Europawahl

Özlem Demirel ist Linke-Direktkandidatin für die Europawahl

Foto: Caroline Seidel

„Wir wollen Mindeststeuern für Konzerne und hohe Vermögen überall in Europa einführen. Die Linke will abrüsten und eine friedliche Außenpolitik.“

Özlem A. Demirel ist 35 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist Direktkandidatin der Linken und steht auf Listenplatz zwei. Von 2010 bis 2012 war sie Landtagsabgeordnete.

Was ist auf Europaebene Ihr wichtigstes Ziel für Bochum?

Der Strukturwandel hat Bochum und das ganze Ruhrgebiet hart getroffen. Hinzu kommen die Standortschließungen. Konzerne wie Opel oder Nokia wandern ab, das hat viele Menschen ihre Jobs gekostet. Ich will, dass Massenkündigungen verboten werden und dass der europäische Binnenmarkt nicht länger für Lohndrückerei missbraucht wird.

Ihr Wahlprogramm in drei Sätzen?

Gemeinsam mit Millionen von Menschen setzen wir uns ein für gute Arbeit, gutes Klima und ein Europa, für das es sich zu kämpfen lohnt. Wir können das Klima retten. Wenn wir jetzt europaweit Regeln für saubere Energie durchsetzen. Wir wollen Mindeststeuern für Konzerne und hohe Vermögen überall in Europa einführen. Die Linke will abrüsten und eine friedliche Außenpolitik.

Für was wollen Sie sich in Europa stark machen?

Europaweite gute Mindestlöhne, um alle vor Armut zu schützen. Umweltstandards, die das Klima retten und unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Steuerschlupflöcher müssen endlich geschlossen werden.

Was stört Sie an der EU?

Die EU entwickelt sich immer mehr zu einer Allianz von Regierungschefs, die Europa zu einer militärischen Macht ausbauen, die Grenzen für Menschen aus anderen Regionen der Welt abriegeln wollen und den knallharten Wettbewerb um die größten Profite zur Maßgabe wirtschaftlichen Handelns machen. (...)

Wie soll die EU der Zukunft aussehen und welche Rolle nimmt Deutschland dabei ein?

Wir kämpfen für ein soziales Europa. In dem nicht Ungleichheit und Ausbeutung wachsen, sondern der Zusammenhalt. In dem nicht mit den Schultern gezuckt wird, wenn an seinen Grenzen tausende Menschen ertrinken. Für ein friedliches Europa, in dem Sicherheit nicht heißt: Wir rüsten auf. (...)

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