Weltmusik

„Odyssee“-Festival richtet den Blick auf Afrika

„Bantu“ vor der Kulisse der nigeranischen Metropole Lagos.

„Bantu“ vor der Kulisse der nigeranischen Metropole Lagos.

Foto: Abiola Balogun

Bochum.   Ende Juli wird die Freilichtbühne Wattenscheid zur Plattform einer großen Weltmusik-Party. Vier Band geben sich ein Stelldichein.

Die 20. Auflage des „Odyssee“-Festivals verbreitet Club-Atmosphäre auf den Open-Air-Bühnen des Ruhrgebiets. Neben Spielstätten in Recklinghausen, Mülheim und Hagen ist auch die Freilichtbühne Wattenscheid (Parkstraße, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt frei) wieder mit dabei. Für tanzbare Sounds sorgen diesmal vorrangig Künstler aus Afrika, die mit europäischen Kollegen aufregende Experimente wagen.

Die Konzerte in Wattenscheid:

21. Juli, Bantu: Adé Bantu, zwischen Nigeria, England und Deutschland groß geworden, ist inspiriert vom urbanen Chaos der Metropole Lagos. Ihn fasziniert die explosive Schönheit der Megacity, der er in sattem Afro-Beat mit Hip-Hop- und Punk-Attitüde huldigt. Mit seinem Septett überführt Bantu den Afrobeat von Fela Kuti ins Heute.

28. Juli, Pachibaba: Die Band aus La Réunion steht für eine zeitgemäße Form der kreolischen Musik, die virtuos Traditionelles mit Dub, Afrobeat und Cumbia mixt. Die Maloya, die Klagelieder der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen, werden neu erfunden: ein mitreißender Sound!

4. August, Il Civetto & Sabá: Il Civetto bieten eine Mixtur aus Saxofon und Snare-Drum, Ukulele und Gitarre, Cajon und Klarinette, Bongos und einem Percussion-Set. Als Straßenband in Berlin gestartet, entwickelte sich Il Civetto schnell zur angesagten Partyband. Mit dreistem Sprachmischmasch aus Spanisch, Arabisch, Französisch, Jiddisch und etwas Deutsch erzählen die Musiker Geschichten, die man eher fühlen als verstehen kann. Mit Il Civetto musiziert die algerische Band Sabâ, die orientalische und moderne westliche Klangfarben von Oud, Percussion und Gesang vereint.

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