Verkehr

Stadt verlegt einen Radweg durch die Wiese

Drastisch mutet die derzeitige Regelung an. An der Einmündung (rechts) ist die Sicht erschwert. Der Radweg wurde daher auf den Grünsteifen verlegt, der bisherige kombinierte Teil abgesperrt.

Drastisch mutet die derzeitige Regelung an. An der Einmündung (rechts) ist die Sicht erschwert. Der Radweg wurde daher auf den Grünsteifen verlegt, der bisherige kombinierte Teil abgesperrt.

Foto: Uli Kolmann

Bochum-Hofstede.   Die Einmündung an der Dorstener Straße in Hofstede war gefährlich für Radfahrer. Der Radweg wurde deshalb einfach auf den Grünstreifen verlegt.

Keine Sicht aus beiden Fahrtrichtungen: Wer mit dem Rad stadteinwärts entlang der Dorstener Straße an die Einmündung in die Siedlung zwischen Hordeler und Riemker Straße kommt, kann keinen Pkw sehen, der hier heraus fahren will. Autofahrer umgekehrt nehmen auch die Radfahrer nicht rechtzeitig wahr. Die Gefahrenstelle auf dem Stück wurde daraufhin auf ungewöhnliche Art entschärft, das Thema ist damit aber noch nicht beendet.

Piktogramm und Sperrgitter

Zunächst einmal hatte CDU-Ratsmitglied Angelika Dümenil „den katastrophalen Zustand“ des Weges gegenüber dem Waldstück an der Halde Hannibal als Anlass für eine ausführliche Anfrage genommen. Vor allem wies sie darauf hin, dass es an dieser Stelle in der Vergangenheit schon zu mehreren Beinahe-Unfällen gekommen sei. Eine sichere Nutzung des Wegs für Fußgänger und Radfahrer sei erschwert.

Daraufhin hat der Technische Betrieb der Stadtverwaltung den Grünbereich zwischen dem Parkstreifen und dem Gehweg auf Vordermann gebracht und den ebenfalls kritisierten „Wildwuchs“ beseitigt.

Vor der Einmündung der „Privatstraße“ ist in beiden Richtungen eine Absperrung montiert, die Freigabe für Radfahrer somit verhindert worden. An diesen Stellen verschwenkt nun ein provisorisch anmutender Asphaltstreifen in die Wiese. Ein Piktogramm unterstreicht die neue Führung für Radler zusätzlich, die bisherige gestrichelte Haltelinie an der Zufahrt zur „Anlieger-frei“-Straße wurde entfernt.

Auf die Probleme, die die CDU-Ratsfraktion für den Gehweg durch „Vermüllung“, den „Standort eines Oberleitungsmastes“ und „mangelnden ... Grünschnitt durch die Anlieger“ moniert, geht das Tiefbauamt bei seiner Auswertung nicht ein.

Stadt verweist auf Eigentümer

Und schickt kurz gefasst voraus, bei der Zufahrt zur Parallelstraße handele es sich wie bei den weiteren Aus- und Zufahrten um Grundstückszufahrten. Damit seien die Eigentümer dafür verantwortlich, eine ungehinderte und ungefährliche Ein- und Ausfahrt sicherzustellen. Dazu zähle auch das Rückschneiden unübersichtlicher Randbereiche auf privaten Grundstücken. Verkehrsspiegel aufzustellen lehnt die Verwaltung wegen der Wartungsintensität ab, außerdem könnten sie zu Fehleinschätzungen führen. Die Geschwindigkeit und Entfernung herannahender Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger könnte unterschätzt werden.

Allerdings wird nun der Anregung nachgegangen, den Parkstreifen in den Grünbereich zu verlegen und zu einem Radweg umzufunktionieren.

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