Kaffee anne Bude

Saisonstart von „Kaffee anne Bude“ auf dem Gerther Markt

Margret Christmann, Heinz-Wilhelm Schäfer (v.l.), Emil Heyn und Wilhelm Waschelitz freuen sich, dass der „Winterschlaf“ von „Kaffee anne Bude“ beendet ist. Bis November hat die Bude am Markt wieder geöffnet.

Margret Christmann, Heinz-Wilhelm Schäfer (v.l.), Emil Heyn und Wilhelm Waschelitz freuen sich, dass der „Winterschlaf“ von „Kaffee anne Bude“ beendet ist. Bis November hat die Bude am Markt wieder geöffnet.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum-Gerthe.  „Kaffee anne Bude“ auf dem Gerther Marktplatz wird mit Nachbarschaftsfest wiedereröffnet. Bürger erfreuen sich an den vielen historischen Fotos.

Mit einem Nachbarschaftsfest wurde das neu gestaltete „Kaffee anne Bude“ auf dem Gerther Marktplatz jetzt wiedereröffnet. Auf Initiative des Stadtteilvereins Gerther Treff präsentiert sich die alte Marktbude mit historischen Schwarz-Weiß-Bildern im neuen Gewand und bleibt dabei seiner „Mission“ treu: Treffpunkt für den Stadtteil sein und Begegnungen zu fördern.

„Wir freuen uns, dass es heute endlich losgeht“, sagt Marion Kensy, Vorsitzende des noch sehr jungen „Gerther Treffs – gemeinsam schöner leben“. Seit einem Jahr besteht der Verein und hat in dieser Zeit bereits einiges im Stadtteil auf die Beine gestellt. Ein Herzensprojekt des Vereins wurde jetzt umgesetzt: Die Umgestaltung der alten Marktbude auf dem Gerther Markt. 53 historische Schwarz-Weiß-Bilder zieren die Fassade der neuen „Kult Bude“ und waren bereits am Eröffnungstag Gesprächsthema Nummer ein auf dem Gerther Markt.

Großer Dank allen Unterstützern und Spendern

„Die Bilder stammen aus dem Stadtarchiv, dem Archiv der Bezirksvertretung Nord und von Privatpersonen. Wir sind allen Unterstützern dankbar, die uns bei der Realisierung geholfen haben“, freut sich Marion Kensy. Zwar sind die Bilder schon ein paar Tage an der Wand, doch der offizielle „Saisonstart“ erfolgte ja erst jetzt. Bis Ende November ist das „Kaffee anne Bude“ jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet und lädt zum Kaffeetrinken, Frühstücken und vor allem zur Begegnung ein. „Das Gerther Miteinander und ins Gespräch kommen ist für uns das Wichtigste, dafür soll die Bude ein Treffpunkt sein“, erklärt Marion Kensy.

Endlich ist der „Schandfleck“ weg

Ermöglicht wird „Kaffee anne Bude“ durch ein junges Team an Helfern und durch Spenden aus dem Stadtteil. Kassenwartin Kerstin Post bedankte sich bei allen Unterstützern, Vereinen und Schulen. „Die Christopherus-Schule hat aus ihren Sponsorenlauf 900 Euro gespendet, die wir jetzt für die Verschönerung von Gerthe nutzen. Auch die Frauenlobschule und die Anne-Frank-Realschule beteiligen sich.“ Weitere Unterstützung erhält der Gerther Treff durch die Bezirksvertretung Nord. Bezirksbürgermeister Henry Donner (SPD) ist von der Umgestaltung der alten Marktbude ebenso angetan wie viele Bürger – nicht nur aus Gerthe.

Verein hat noch weitere Pläne

„Die Bude ist toll gemacht und endlich ist der Schandfleck weg“, betont Sabine Mallon. Die Harpenerin kommt regelmäßig zum Einkaufen nach Gerthe und nutzt „Kaffee anne Bude“ dabei gerne für einen Kaffee und ein Stück Kuchen. „Vielleicht kommen dadurch auch mehr Marktstände nach Gerthe, das wäre schön“. Für Heinrich Piotrowsky, der schon lange im Stadtteil wohnt, „ist die neue Marktbude eine gute Sache, da sich hier das Gerther Dorf trifft“. Schade findet der Gerther, dass keine Straßenbahn mehr durch die Gerther Innenstadt fährt, wie auf den alten Fotos am Kiosk zu sehen ist.

Auch an den anderen Tischen wird viel über die Bilder gesprochen. „Demnächst wird es auch eine Erklärung zu den einzelnen Bildern geben“, kündigt Marion Kensy an, die sich besonders bei Bildarchivar Markus Lutter vom Stadtarchiv, bei Sebastian Hackforth, dem neuen Vorsitzenden vom BV Hiltrop und der Firma Vulkan in Herne bedankte. „Zudem wollen wir zukünftig an den Schaukästen rund um den Kiosk Veranstaltungsankündigungen aushängen und Vereinen / Schulen anbieten, die Schaukästen auf Zeit selbst gestalten zu können“.

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