Bezirksvertretung

Resolution zum Umbau des Schulzentrums Gerthe

Beim Thema Umbau des Schulzentrums Gerthe appelliert der Bezirk Nord an den Rat, nicht allein finanzielle Gründe zur Grundlage der Entscheidung für den Architektenentwurf zu machen.

Beim Thema Umbau des Schulzentrums Gerthe appelliert der Bezirk Nord an den Rat, nicht allein finanzielle Gründe zur Grundlage der Entscheidung für den Architektenentwurf zu machen.

Foto: Joachim Haenisch

Bochum-Gerthe/Hiltrop.   Bezirk Nord appelliert: beim Entwurf nicht allein aufs Geld schauen. Feuerwehr-Neubau an der Heinrichstraße wird eine halbe Million Euro teurer.

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Mit einer Resolution reagierte jetzt die Bezirksvertretung Nord in ihrer Sitzung auf die Aussagen der Verwaltung zum Umbau des Gerther Schulzentrums. Andreas Grosse-Holz von den Zentralen Diensten hatte im WAZ-Interview erklärt, dass nicht zwingend der Siegerentwurf der Architekten Brüning Rein umgesetzt werde.

Dazu stellte der Bezirk einmütig auf Initiative von Bezirksbürgermeister Henry Donner fest, dass „nicht allein finanzielle Erwägungen die Zukunft der schulischen Landschaft im Bochumer Norden bestimmen dürfen“. Zudem fühlt sich das Gremium nicht ernst genommen: „Wegen der finanziellen Auswirkungen entscheidet der Rat.“ In erster Linie seien die Interessen der Schüler zu berücksichtigen. Der Siegerentwurf der Architekten Brüning Rein sei der einzige, der ohne Zwischenumzüge auskomme.

Zudem seien die finanziellen Auswirkungen der Entwürfe, die mehrere Umbauphasen vorsehen, seriös gar nicht zu schätzen. Die Umsetzung des ersten Preises wäre eine Landmarke für Gerthe.

Bankrotterklärung vor Vandalen

„Bitte rasch loslegen“: So lautete der Appell von Philipp Welsch (SPD) zum geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses Nordost der Freiwilligen- und der Jugendfeuerwehr am Schulzentrum an der Heinrichstraße. Die Verwaltung informierte den Bezirk darüber, dass das Projekt teurer wird: Das Budget erhöht sich von 2,4 Millionen Euro um 535.000 Euro. Die CDU kritisierte die Kostensteigerung, während die SPD fand, die Verwaltung reagiere lediglich auf die Marktlage.

Als eine Bankrotterklärung bezeichnete Hubert Wegener (CDU) die Mitteilung der Verwaltung, dass sie wegen Vandalismus keine neuen Papierkörbe auf dem Hügel Lothringer Feld („Hiltroper Alpen“) aufstellen werde: „Damit scheitert die Stadt an der Zerstörungswut. Es muss doch möglich sein, zum Beispiel Betonbehälter zu installieren, die nicht so leicht kaputt zu schlagen sind.“

Lampen-Austausch kostet 60.000 Euro

Bezirksbürgermeister Donner beklagte insgesamt den zunehmenden Vandalismus an öffentlichem Eigentum. „Quartiershausmeister wie in Rosenberg könnten da schon einiges verhindern.“ Christian Schnaubelt (Grüne) schlug vor, einen Ersatzbaum für die gefällte Platane aus bezirklichen Mitteln zu bezahlen, zumal der Stadt dafür derzeit das Geld fehle.

Einhellig begrüßt wurde im Bezirk Nord die Absichtserklärung der Stadt, die Straßenbeleuchtung im Harpener Feld und Geisental wieder in Betrieb zu nehmen. Lange hatte sie dies aus finanziellen Gründen abgelehnt, zuletzt 2016 nach einem Antrag der SPD. Der neuerliche Vorstoß nun kommt von der CDU-Fraktion. Insgesamt kostet der Austausch der alten Lampen gegen moderne LED-Technik 60.000 Euro. Die Erneuerung ist für 2019/2020 vorgesehen.

>>> INFO: Haltestelle in Grumme wird umgebaut

Einstimmig begrüßte die Bezirksvertretung Nord die Pläne, die Haltestelle Aggerstraße in Grumme niederflurgerecht auszubauen. Sie wird von der Buslinie 336 angefahren. Für den anstehenden Umbau der Haltestellen gibt es eine Prioritätenliste.

Die Aggerstraße rangierte darauf auf Platz 38 und rückt nun auf den 20. Platz vor. Der Ausbau kostet 48 000 Euro und soll 2018/2019 erfolgen.

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