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Paul & Willi

Paul und Willi begeistern den Rosenberg mit Ruhrpott-Humor

Willi und Paul verkleiden sich für ihre Geschichten

Foto: Sabrina Didschuneit

Rosenberg.   45 Bürger kommen für „Reibeplätzkes“ und Ruhrgebiets-Späße in den Quartierstreff Rosenberg– ausverkauft. Denn das Duo Paul und Willi ist zu Gast.

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Nervös knetet Willi Caelers seine Finger und läuft im Quartierstreff Rosenberg auf und ab. Er ist sichtlich aufgeregt. Obwohl es fast der 100. Auftritt ist. Sein Kumpel Paul Möller wirkt gelassener. Die beiden spielen gleich vor knapp 45 Menschen ihr Programm „Gedanken – wat der Alltach so hergibt“. Seit 2011 treten die beiden ehemaligen Lehrer der Erich-Kästner-Schule nun schon gemeinsam auf und decken bei ihren Geschichten ein breites Spektrum ab: „Alles von Fußball, Liebe und Hörgeräten“, sagt Willi Caelers und grinst.

Inspiriert von früherer WAZ-Rubrik

Das Programm des Duos Paul und Willi erzählt die Ruhrgebietsgeschichte vom heiligen Ludgerus, über die die Entdeckung der „schwarzen Edelsteine“ bis hin zum Strukturwandel mit Hochschulen und „leeren Zechen, mit Theatern drinne“. Dabei kommen auch Texte verschiedener deutschsprachiger Autoren zum Einsatz. Vieles dabei im feinsten Ruhrpottdeutsch.

Auch vor Verkleidung schreckt das Duo nicht zurück. Bei Geschichten über die „Rivera vom Berchmann“ tragen sie Helm und Kumpelkittel. Ihr Programm ist inspiriert von der WAZ-Rubrik „Kumpel Anton und Cervinski“, erzählt Paul Möller: „Nach unser Pensionierung 2009 hatten wir viel Zeit und uns brannte dieses Ruhrpott-Thema unter den Fingernägeln. Wir hatten schon während unserer Zeit an der Erich-Kästner-Schule einen kleinen Auftritt und haben gemerkt: Das kommt gut an.“ Seitdem haben sie „ganz gut zu tun“ sagt Möller. Ihr Auftritt im Quartierstreff „Rosenberg initiativ“ ist der 98. Der 100. ist aber schon geplant verrät Möller.

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Paul und Willi nehmen grundsätzlich kein Geld für ihre Auftritte. Sollte ihnen doch mal Geld angeboten werden, spenden sie es. Auch im Quartierstreff „Rosenberg initiativ“ steht eine Spendenbox. Das Geld wird einem Kinderhospiz in Bochum übergeben.

Als die beiden merken, dass ihr Programm gut ankommt, ist die Aufregung sogleich verflogen. Auch Dagmar, Doris und Wilma sind begeistert: „Wir kannten die beiden vorher nicht, aber uns gefällt das richtig, richtig gut.“ Dagmar und Doris wohnen in der Nähe und sind öfter im Quartierstreff: „Es ist toll, dass es hier in der Nachbarschaft solche Angebote gibt und man nicht immer so weit fahren muss.“

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