Karneval in Harpen

Michael Wurst und die „Tweens“ heizen im Amtshaus ein

Michael Wurst (mit Mikro) konnte sich auf die Verstärkung aus dem Publikum verlassen, im Amtshaus waren alle textfest. Foto:Joachim Hänisch

Michael Wurst (mit Mikro) konnte sich auf die Verstärkung aus dem Publikum verlassen, im Amtshaus waren alle textfest. Foto:Joachim Hänisch

Bochum-Harpen.   Zum vierten Mal bringt der Sänger mit seiner Band Riesenstimmung ins Amtshaus Harpen. Die bunt kostümierten Karneval-Fans ziehen begeistert mit.

Die Karten sind praktisch weg, wenn der Termin steht. Michael Wurst und die Tweens haben ein Heimspiel beim TuS Harpen, wenn der zur Karnevalsparty ins altehrwürdige Amtshaus am Harpener Hellweg läutet. Und auch zum vierten Male hieß es hier ausverkauft, proppenvoll und Stimmung von Anfang an.

Michael Wurst begeistert mit Udo-Jürgens-Medley

Der Sänger mit der markant-knarzigen Stimme und seinen gut aufgelegten Instrumentalisten, diesmal alle mit langer Mähne, ob echt oder mit „Fifi“ auf der Original-Haartracht, konnte praktisch gleich durchstarten. Ob er „Volare“ anstimmte oder Boney M.s „Brown Girl in the Ring“, die fast ohne Ausnahme kostümierten Fans vor der Bühne nahmen jeden Titel auf, tanzten und sangen begeistert mit.

Wurst wagte sogar den Spagat von John Denvers „Country Roads“ zu einem breit gefächerten Udo-Jürgens-Medley ohne Übergang zu springen. Und die Harpener, obwohl noch nicht einmal vollzählig, weil einige Mannschaften nach dem Spieltag noch kommen sollten, zogen mit.

Da wurde „Aber bitte mit Sahne“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Mit 66 Jahren“ ebenso inbrünstig und textfest mitgemacht wie das noch weit ältere „17 Jahr, blondes Haar“. Was bei „Tage wie diese“ von den Toten Hosen noch getoppt wurde.

Hampel: „Zukunft des Amtshaus steht in den Sternen“

Dietmar Hampel vom Organisations-Team der Harpener — denn der TuS hat einen Gesamtvorstand ohne Einzel-Posten – zeigte sich rundum zufrieden mit der vierten Auflage. „Von der A-Jugend bis zur Superaltliga sind hier alle dabei, und der Riesenandrang auf die Karten zeigt ja, dass die Leute die Veranstaltung einfach mögen und wollen. Es ist hier viel lockerer, alles andere als steif.“

Allerdings räumt er auch ein, dass das Amtshaus gerade für die Vereine in Harpen so etwas wie ein Zuhause ist. „Wir machen erst einmal so lange hier weiter, wie es geht. Aber was mit dem Amt werden soll, steht ja in den Sternen.“ Und eine Alternative im Stadtteil fehlt für die Karnevalsfeier.

„Klar könnte man in irgendeine der großen Hallen in einem Industriegebiet gehen, aber das wäre dann irgendwo auch weit draußen. Das passt so gar nicht zu unserer Party in Harpen. Und wegen der Stimmung kommt Michael mit der Band ja auch immer wieder gerne hierher.“

Außerdem lassen sich die Karneval-Fans auch immer richtig ‘was einfallen für die große Sause. Oder wo hätte man neben Panzerknackern, Musketieren und jeder Menge Hippies in schrill-bunten 70er Jahre-Outfits schon einmal die komplette jamaikanische Viererbobmannschaft gesehen, frei nach dem Film „Cool runnings“?

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