Maischützen

Maischützenfest bleibt gelebte Tradition in Harpen

Zu den Höhepunkten des Maiabendfestes in Harpen gehörte wieder der Festumzug zum Bockholt und anschließend – mit der Eiche – zurück.

Zu den Höhepunkten des Maiabendfestes in Harpen gehörte wieder der Festumzug zum Bockholt und anschließend – mit der Eiche – zurück.

Foto: Bastian Haumann

Harpen.  Das schlechte Wetter konnte die Stimmung beim Umzug durch Harpen nicht trüben. Teile des Programms mussten ins Fest im Bockholt verlegt werden.

In diesem Jahr stellte das Wetter nicht nur die Mitwirkenden des Maischützenfestes, sondern auch die Zuschauer an den Straßen auf eine harte Probe. Teilweise starker Regen begleitete den Festzug in den Bockholt. Doch die Harpener, egal ob Jung oder Alt, ließen sich davon nicht abhalten. Im Gegenteil, es wurde enger zusammengerückt und manchmal auch der Schirm miteinander geteilt.

Fest bedeutet Gemeinschaft

„Egal bei welchem Wetter, das Fest ist eine Tradition“, betonte Melanie Illerhaus und sprach das aus, was am Maischützen-Wochenende vielerorts in Harpen zu hören war. Auch wenn Regen und Wind die Zuschauer, die teilweise bis zu zwei Stunden an den Straßen ausharrten, ganz schön durchweichte, auf die Gemeinschaft „ihres“ Maischützenfestes möchten die Harpener nicht verzichten.

Von Kinderbeinen bis ins Rentenalter

Und das in jedem Alter. Lina (7) und Thea (6) erfreuten sich vor allen an den Pferden und den Süßigkeiten, die die Maischützen auf ihrem Weg zum und vom Bockholt in den Straßen verteilten. Aber auch vielen älteren Menschen ist das Fest wichtig. „Seit meinem achten Lebensjahr bin ich dabei“, betonte Ellen Prüfer. Für die Rentnerin ist das Maischützenfest seit den Kindheitstagen „ein Stück Heimat“ und daher „ist das Maischützenfest so wichtig“.

Für die treue Unterstützung an den Straßen und im Bockholt bedankte sich auch Hans-Heinrich Albert, Vorsitzender des BSV Harpen ausdrücklich. „Wir hatten uns ja Regen gewünscht, aber jetzt ist es doch etwas viel geworden“, so Albert. Daher wurden Teile des Programms auch ins trockene Festzelt verlegt, die Eichausgrabung fand aber traditionell unter freien Himmel statt. Dabei wurde auch ein Bekenntnis für die Aufrechterhaltung des Auszugs nach Harpen abgegeben. „Ohne Harpen gibt es kein Maiabendfest“, betonte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD).

Doch Gesprächsthema Nummer Eins blieb das Wetter, für Mitwirkende wie Zuschauer.

Musik und Süßigkeiten

Und so harrten auch beim Auszug vom Bockholt in die Innenstadt einige Harpener aus und wurden mit Musik, Bonbons und einem Lächeln der Maischützen belohnt. Denn so arg wie in diesem Jahr hatte es die Maischützen schon lange nicht mehr getroffen. „Wir hatten auch schon mal Schnee, aber wir waren trotzdem hier“, so ein Harpener.

Der Blick in die Zukunft des Maiabendfestes ist für Bezirksbürgermeister Henry Donner (SPD) ein zuversichtlicher. „Das Maischützenfest ein echtes Volksfest und daher ist es wichtig, die Tradition aufrechtzuerhalten, denn diese gibt den Menschen Orientierung und Halt“. „Es ist großartig, wie warmherzig die Harpener die Maischützen an den Straßen unterstützt haben“, so Donner.

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