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20 Jahre Lauftreff

Laufen so weit die Füße tragen – am liebsten in der Gruppe

Die gute Gemeinschaft schätzen die Läufer auch nach 20 Jahren immer noch am meisten. Foto:Wicho Herrmann

Grumme.   DJK Preußen 11 startet seit 20 Jahren auf die Laufrunde um die Grummer Teiche. Einsteiger und Walker haben inzwischen eigene Abteilungen.

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Eine Minute Laufen, eine Minute Gehen: So starteten Ute Reckert und Thekla Forbring am Donnerstag, 3. September 1998, den Lauftreff der DJK Preußen 1911 Bochum rund um die Grummer Teiche. Nun feierten gut 40 Aktive den 20. Geburtstag des Angebots unter dem Motto „Schön, dass wir uns haben“.

Für DJK-Vorsitzender Wilfried Paulner war das Anlass genug, auf die nächsten 20 Jahre anzustoßen. „Heute sind wir mit dem Angebot wieder dort, wo wir mal angefangen haben: ein Lauf- und Walking Treff im Ausdauerbereich. Alle Spitzenläufer haben uns in den letzten Jahren wieder verlassen“, so der 60-jährige Vorsitzende weiter. Für ihn ist das kein Anlass zur Sorge. Eher das Gegenteil ist der Fall, da das Miteinander der Aktiven stimmt, wie das kleine Fest zeigte.

Extra aus Herten zum Grummer Lauftreff

„Ich wohne jetzt in Herten. Trotzdem komme ich immer wieder gerne, weil es Spaß macht, die Leute zu treffen“, erklärt Heike (44). Barbara Bresslein und Michael Seidel stimmen zu. „In der Gemeinschaft ist Laufen erst richtig schön“, betont Seidel (60). „Bis 2015 war ich allein unterwegs, wenn ich Zeit hatte. Dann besuchte ich den Einsteigerkurs des DJK, um regelmäßiger zu laufen. Seitdem habe ich montags und donnerstags einen Pflichttermin“, schließt sich Bresslein an.

Fleißkärtchen für mehr Kilometer

Heike Gietzen ist seit den Anfängen dabei. „Erst sind wir fünf Minuten gelaufen, dann 15, später 30“, erinnert sie sich. „Für jedes Ziel hat Ute Fleißkärtchen verteilt“, schmunzelt die 61-Jährige Berufsberaterin. Bald war diese Extramotivation nicht mehr nötig: Gietzen lief Stunde um Stunde, weil es ihr bis heute gut tut. Drei Marathons gehörten dazu. „Am schönsten fand ich die Nordseeläufe 2012 und 2016, als wir alle Inseln abgelaufen haben“, erzählt sie.

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Der Karstadt-Marathon 2003 änderte vieles

Auch andere, die mit dem Trainingsprogramm von Reckert - später auch Paulner - fitter wurden, wollten mehr. Paulner: „Die Dauerlaufzeiten näherten sich langsam einer Stunde. Aus der Gruppe kam der Wunsch, einen Volkslauf mitzumachen. Da kam uns der Lauf rund um den Ümminger See am 15. Mai 1999 recht.“ Die fünf Kilometer meisterten alle. Keine zehn Tage später ging es mit dem Friedenslauf in DO-Kirchlinde über zehn Kilometer weiter, später dann mit Marathon und Extremläufen.

Der 1. Karstadt-Marathon 2003 änderte vieles beim Lauftreff. „Die Veranstalter sprachen Ute und mich an, ob wir als Mentoren für die Laufvorbereitungen zur Verfügung stehen“, so der Vorsitzende. Der Bekanntheitsgrad des Lauftreffs stieg dadurch deutlich. Zu den Trainingszeiten - sogar samstags und sonntags - erschienen öfter über 100 Sportler. Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg. Paulner: „Alt-Olympionike Frank Busemann (Zehnkämpfer) besuchte uns. Am Ende dieser Serie liefen fast 1000 Finisher beim Marathon und über die Halbdistanz.“

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