Kolpingsfamilie

Kolpingsfamilie Riemke feiert ihr 90-jähriges Bestehen

Der Festakt zu 90 Jahre Kolpingsfamilie Riemke im Franziskussaal war gut besucht.

Der Festakt zu 90 Jahre Kolpingsfamilie Riemke im Franziskussaal war gut besucht.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Bochum-Riemke.  Der einstige Gesellenverein hat sich geöffnet, bleibt den Idealen von Adolph Kolping treu. Geselliges Vereinsleben mit Karneval und Ausflügen.

Die Kolpingsfamilie Bochum-Riemke kann auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken. Mit einer Festmesse und einem Festakt in der Gemeinde St. Franziskus feierte die katholische Gemeinschaft das besondere Jubiläum. Dabei überbrachte das Kolpingwerk Deutschland Glückwünsche.

„Unsere Kolpingsfamilie blickt heute dankbar zurück“, wie Gerhard Pöller, Sprecher des Kolpingteams Bochum-Riemke, betonte. Zwar seien aus der Gründergeneration keine Zeitzeugen mehr am Leben. „Aber wir freuen uns besonders, heute Mitglieder mit 70-jähriger Zugehörigkeit zu unserer Kolpingsfamilie begrüßen zu können“.

Neuer Name – gleiche Zielsetzung

Rund 110 Mitglieder gehören heute der Kolpingsfamilie Bochum-Riemke an. „Gemeinschaft wird bei uns groß geschrieben“, verdeutlichte Pöller. „90 Jahre ist eine stattliches Jubiläum, zu dem ich im Namen des Kolpingwerks Deutschland gratuliere“, betonte die stellvertretende Bundesvorsitzende Klaudia Rudersdorf zu Beginn ihres Festvortrags im Franziskussaal.

Der Festakt bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Riemker Kolpingsfamilie, an der auch Ehrenpräses Pfarrer Heinz Schulte teilnahm. Musikalisch gestaltet wurde die Jubiläumsfeier durch den Kolping-Chor und später durch den Chor „Kunterbunt“.

Auch, wenn sich geschichtlich im 2. Weltkrieg der Name der einstigen Gesellenvereine in „Kolpingfamilien“ änderte, „blieb die Ausrichtung auf den Gründer, den Seligen Adolph Kolping, stets gleich“, wie Klaudia Rudersdorf in ihrem Festvortrag ausführte.

Frauen wurden erst 1975 aufgenommen

Weitere wichtige Veränderungen in der Kolping-Geschichte waren die Öffnung der Mitgliedschaft von nur „ledigen Gesellen“ durch die Aufnahme von Meistern und – seit 1966 – die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Kolpingwerk. In die Riemker Familie wurden Frauen erstmals 1975 aufgenommen.

Das Kolpingwerk versteht sich dabei als Sozialverband „im Sinne der katholischen Soziallehre“, welches heute in 62 Ländern der Welt aktiv ist, wie Rudersdorf weiter ausführte. Zur Kolpingsfamilie Riemke gehören – damals wie heute - ein reges Leben mit Ausflügen und vor allem Karnevalsfeiern und die engagierte Mitarbeit in der Gemeinde St. Franziskus in Riemke, wie Gerhard Pöller ausführte.

Auch der Austausch mit anderen Kolpinggruppen in Bochum wird rege gepflegt. Diese entsendeten wiederum Bannerabordnungen zur Festmesse in die St. Franziskus-Kirche und gratulierten ihren Riemker „Kolpingbrüdern und Kolpingschwestern“ beim Festakt und der Mitgliederehrung im Franziskussaal.

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