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Orgelkonzert

Kantor lädt Brautpaare zum Konzert in die Propsteikirche

Brautpaare hat der Kantor zum Orgelkonzert geladen. Dies ist ein Vorgeschmack auf sein Bestreben, frischen Wind in die Kirchenmusik in der Propstei zu bringen.

Foto: Joachim Hänisch

Innenstadt.   Brautpaare erhalten beim Orgelkonzert in der Gemeinde St. Peter und Paul einen Vorgeschmack auf den großen Tag. Eheleute schwelgen in Erinnerung.

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Viele haben die Augen geschlossen, als der Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartholdy durch die Propsteikirche St. Peter und Paul tönt. Einzig und allein die imposanten Orgelgeräusche erfüllen den Raum. Was lösen die Klänge aus? Bei dem einen vielleicht die Erinnerung, wie er einst selbst zum Altar schritt, beim Anderen vielleicht einen nervösen Vorgeschmack auf den baldigen großen Tag.

Frischer Wind, moderne Einflüsse

Christoph Brauckmann sieht zufrieden aus. Der neue Kantor hat eine Mission: Frischer Wind, moderne Einflüsse, viele Mitmachangebote. Sein Orgelkonzert für Brautpaare und alle, die gerne festliche Musik hören, ist ein erster Schritt. „Ich begegne in den Planungsgesprächen oft Paaren, die ratlos sind, wie sie die Hochzeitsmesse musikalisch gestalten sollen“, berichtet Brauckmann. Anstatt erst dann beratend tätig zu werden, will er den Spieß umdrehen: „Das Konzert mit Hochzeitsmusik soll ein inspirierendes Angebot sein“, so der Kirchenmusiker. Er wolle den jahrhundertealten Schatz der Kirchenmusik verstärkt ins Bewusstsein der Gesellschaft rücken, verbunden mit neuen kulturellen Trends.

Reise durch die Musikliteratur

Dafür nimmt der Kantor -- gesanglich begleitet von Sonja Wiederhold und Sara Wieners an der Querflöte – die Gäste mit auf eine Reise durch die Musikliteratur: Neben Klassikern wie „Ave Maria“ von Gounod, dem „Hochzeitsmarsch“ von Wagner oder Händels „Ankunft der Königin von Saba“, wartet er auch mit moderner Filmmusik auf: „A thousand years“ aus dem Twilight-Film rühren die Zuhörer ebenso zu Emotionen wie „River flows in you“ des Pianisten Yiruma oder „Can you feel the love tonight“ von Elton John.

Glaube und Musik haben viel gemeinsam

Swetlana und Matthew Badura, die im Juli heiraten werden, können jene Inspiration gut gebrauchen. „Wir haben gerade erst mit der Planung begonnen“, sagt das junge Paar. Musik sei ihnen wichtig, weil sie Emotionen kreiere. Veronika und Dominik Falk sind schon weiter: „Bei uns wird es eher moderne Musik geben“, berichtet die künftige Braut.

Nina und Martin Manns haben vor einem Jahr geheiratet. „Mein Lieblingslied war ,The Piece of God’ von John Rotter”, sagt Nina Manns. Für sie haben Glaube und Musik viel gemeinsam: „Beides ermöglicht, sich frei zu fühlen.“ Doris und Franz Gröne haben vor 59 Jahren geheiratet, der Tag ist noch in lebendiger Erinnerung. „Unser Enkel heiratet bald, wir stimmen uns schon mal ein“, so Doris Gröne.

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