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Stadtentwicklung

Jugendliche sammeln neue Ideen für den Bochumer Norden

Regine Hammerschmidt und Rolf Geers (Jugendring, v.l.) diskutieren mit Justus Hönig, Eicke Ricker und Melanie Hülsmann die Anregungen. Foto:Sabine Hahnefeld

Nord.   Kinder- und Jugendring diskutiert mit 40 Interessierten Verbesserungen. Die Anregungen sollen im offenen Brief ans Rathaus weitergegeben werden.

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„Interessante Schnittmengen“ taten sich beim Jugendforum in der Begegnungsstätte Bogata am Schleipweg auf, meint Rolf Geers vom Jugendring. Denn in vielen Bereichen entsprechen sich die Themen, die die Jugendlichen in ihrer Umgebung beobachten und bemängeln, und die der Politik. Ihre Zusammenstellung soll noch einmal abgestimmt werden und den parlamentarischen Gremien als Anregung dienen.

Einsatz für die Bücherei

So hat auch die Internet-Generation nicht nur das Smartphone, sondern auch die Stadtteil-Bücherei im Blick, wenn der Neubau des Schulzentrums Heinrichstraße kommt. Und drängt darauf, dass die Grünflächen im Bezirk erhalten bleiben und fehlende Straßenbäume umgehend ersetzt werden. Auch ein neues Schwimmbad wäre wünschenswert.

Um etwas zu erleben, müssen Jugendliche in die Innenstadt oder in den Ruhrpark fahren, und das Angebot mit Bus und Bahn finden sie durchweg verbesserungsfähig. So schlagen sie etwa eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 306 über den Hauptbahnhof über die Castroper Straße und den Harpener Hellweg vor.

Umweltpädagogische Angebote

Außerdem werden nach ihrer Beobachtung die Haltestellen in Gerthe in Stoßzeiten und bei Verspätungen nicht regelmäßig bedient, häufiger fahren anscheinend 308/318-Bahnen nur bis zum Nordbad oder zur Heinrichstraße und gleich wieder zurück Richtung City. Und nach VfL-Heimspielen fahren ihrer Meinung nach anschließend zu selten Sonderbahnen in Richtung Gerthe.

Im Falkenheim in Bergen gibt es umweltpädagogische Angebote für Kinder, was die Runde positiv auflistete. Aber ihnen fehlen auch zusätzliche Angebote für Jugendliche und spezielle Mädchenangebote.

In allen Stadtteilen, so merken sie an, „gibt es zu wenige informelle Treffpunkte für Jugendliche“. Rolf Geers erläutert, dazu: „Wenn solche eher offen gestaltete Treffpunkte in Jugendfreizeithäusern zum Programm gehören, haben sie natürlich auch einen pädagogischen Grundgedanken. Und es gibt feste Regeln, also beispielsweise ein generelles Rauchverbot.“

Offene Info-Treffpunkte

Und nicht an allen Spielplätzen, wo sich Jugendliche und junge Erwachsene nach wie vor gerne treffen, sei es möglich, locker zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu reden. Denn das würde schon zu Konflikten mit anderen Besuchern, vor allem Eltern mit kleinen Kindern führen. Wo genug Platz wäre, fehlten einfache Unterstände.

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