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Sport vor Ort

Jubilarin ist stolze 70 Jahre im TV Gerthe aktiv

Doris Kierstan (80) macht „ja nur noch Rückengymnastik“, hat aber auch schon mit der Indiaca-Mannschaft die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften geholt. Foto:Carsten Siegmund

bochum-Gerthe.   Doris Kierstan turnt auch heute mit 80 Jahren dreimal in der Woche in der Halle mit ihrer Gymnastikgruppe. Selbst Indiaca reizt sie immer noch.

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Die Urkunde ist bestimmt noch mit dem Federhalter ausgefüllt worden, außerdem trägt sie noch den Mädchennamen Jankowiak. Ihre erste Urkunde erhielt Doris Kierstan im zarten Alter von zehn Jahren für den „volkstümlichen Dreikampf“. Heute zählt sie stattliche 80 Lenze, und ist selbstverständlich auf dem blanken Parkett der Turnhalle mit dabei, als sich ihre Rückengymnastik-Gruppe um Übungsleiter Herbert Düppe schart.

Und die jüngste Urkunde in der Sammlung bescheinigt ihr nun 70 Jahre im TV Gerthe. Aber Indiaca, das schnelle Spiel mit dem speziellen Feder-Schlagball übers Netz, macht sie inzwischen doch nicht mehr. Dabei hat sie 2005 noch mit der Mannschaft auf dem Podest gestanden, Bronze bei den Deutschen Meisterschaften, bei den Senioren, klar.

Geschwommen wird auch

„Aber es juckt mich ja doch immer wieder“, meint sie verschmitzt, als die Turnschwestern das Indiaca-Netz in der Halle der Peter-Petersen-Schule aufbauen. „Nein, ich mache nur noch Rückengymnastik“, sagt sie dann. Die aber dreimal die Woche. „Und Schwimmen“, ruft die Nachbarin. Und dann fallen Doris Kierstan noch ein paar Sachen ein, die sie auch noch gemacht hat: „Ach ja, Tennis, Skifahren, Kegeln.“

Und ein Hobby hat sie auch noch, das Reisen. Zuletzt stand Indien für drei Wochen auf dem Programm, im Juni soll es nun nach Zimbabwe und Botswana gehen. „Ich bin bis 2020 ausgebucht“, stellt sie lachend fest.

Übungsleiter Herbert Düppe klatscht in die Hände: „Auf, auf!“, zur Einstimmung läuft „Il Condor pasa“ im Hintergrund. Passt prima für die rhythmischen Aufwärmschritte. „Und lächeln nicht vergessen!“ heißt es zwischendurch, aber Doris Kierstan ist sowieso keine Anstrengung anzumerken.

In Gerthe geboren

Der Traditionsverein im Bochumer Norden gehört für sie einfach dazu. „Hier hab’ ich meine Freunde um mich. Ohne den TV Gerthe könnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen“, fasst sie zusammen. Und aus Gerthe wollte sie sowieso nie weg, „hier bin ich schließlich geboren“.

Selbstredend hat sie diese Leidenschaft längst an ihre zwei Töchter und auch an die Enkelin weitergegeben, „da kommt die ganz auf die Oma ‘raus“. Geträumt hat sie in der Jugend sogar davon, Sportlehrerin zu werden, doch statt der Stoppuhr griff sie zu Maßband und Schere, wurde „Herrenschneiderin, und das war damals gar nicht einfach“.

Ein Vorbild mit bekanntem Namen in Gerthe hat sogar die Jubilarin: „Hans Reckinger. Der ist ein Jahr länger im Verein als ich.“

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