Party

Jetzt schwingt der Forró-Tanz von Bochum ins Revier

Gute Stimmung herrschte beim Forró-Wochenende

Gute Stimmung herrschte beim Forró-Wochenende

Foto: Tanzkultur Brasil

Grumme.   Gelungen war das Bochumer Forró-Wochenende: Der brasilianische Paartanz sorgte für Stimmung und begeisterte die Gäste.

Röcke, Haare und Arme wirbeln ausgelassen durch die Luft, als Diego Oliveira seinen letzten Song anstimmt. Alleine, im Paar oder in der Gruppe tanzen alle noch einmal zur Livemusik des Brasilianers, bevor DJ Boró wieder die Bühne des Tango La Boca betritt und auflegt.

Der Großteil der 180 Partygäste hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen tanzreichen Tag hinter sich, schließlich ist das Konzert am Samstagabend Teil des ersten Bochumer Forró-Wochenendes – ein brasilianischer Paartanz, dessen Szene in Bochum und den umliegenden Städten gerade wächst.

Tanzkurse zu verschiedenen Themen

Konkret bedeutet das: Ein Wochenende lang finden tagsüber Tanzkurse zu verschiedenen Themen bei bekannten Lehrern in des Räumen des Unifit statt, abends steigen Partys mit DJ und Livemusikern. „Wir haben nach etwas ganz Besonderem gesucht“, sagt Janina Reimann do Prado über die Location für die Party. Sie und Tanzlehrer Bruno Prado stecken in erster Linie hinter der Organisation des Wochenendes. „Der Saal im Tango La Boca hat uns angesprochen, er ist sehr eindrucksvoll.“

Doch zu zweit kann so ein Wochenende nicht durchgeführt werden. Seit Ende 2018 existiert der Verein „TanzKultur Brasil“ und mit ihm ein Team aus Ehrenamtlichen, die dem Ehepaar sehr unter die Arme gegriffen h

aben.

„Das Wochenende ist unsere Gründungsveranstaltung und eine Art Warm-Up“, sagt Bruno Prado. „Wir würden auch wirklich gerne noch zwei, drei weitere Wochenenden dieser Art durchführen und dann ein richtiges Festival mit mehr Kursen, Teilnehmenden und Partys anstreben.“ Schon dieses Mal hat der Verein ein internationales Publikum erreicht: Neben Menschen aus Bochum, Aachen oder Essen sind etwa Interessierte aus Belgien und Russland angereist, um am Wochenende teilzunehmen.

Mit dem Verlauf sind alle zufrieden

Mit dem Verlauf sind Janina Reimann do Prado und Bruno Prado mehr als zufrieden: Ihnen war wichtig, dass es nicht ausschließlich um Forró, sondern auch darum geht, den Tanz-Horizont aller zu erweitern – etwa durch das Erlernen von Techniken oder den Coco-Workshop, ein indigener brasilianischer Tanz.

Das kommt gut an und gibt noch einen Extra-Schub Energie am Sonntagabend: Auf der Abschlussparty des Wochenendes kündigt Bruno Prado nach einer Coco-Einlage unter lautem „Não para“-Gesang [Portugiesisch; dt. etwa „hör‘ nicht auf“] an, dass DJ und Tanzfläche eineinhalb Stunden länger als geplant zur Verfügung stehen.

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