Fünfte Jahreszeit

In Gemeindesaal in Hamme wird der Karneval zum echten Hammer

„Wie eine Fata Morgana“, der Hit der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“, lieferte den orientalischen Touch für die Weltreise der HSSV-Ladys. Foto:Gero Helm

„Wie eine Fata Morgana“, der Hit der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“, lieferte den orientalischen Touch für die Weltreise der HSSV-Ladys. Foto:Gero Helm

Bochum-Hamme.   Im Gemeindesaal Herz-Jesu Hamme läuft zu Karneval ein großes Programm. Der „Sportlichste Sektverein“ und die Höntroper Profis bringen Stimmung.

„Wie immer, ein volles Haus“ konnte Klaus Grzesiak, Vorsitzender der örtlichen KAB in Hamme und des Stadtverbandes, strahlend noch vor dem ersten Tusch feststellen. Und die Fans und alten Freunde hatten sich nicht nur bunt kostümiert an den Tischreihen dicht an dicht im Herz-Jesu-Gemeindesaal an der Dorstener Straße und auf dem Balkon geschart. Gute alte Bekannte bestritten auch das Bühnenprogramm, ein sicheres Rezept für einen gelungenen Karnevalsabend.

Eigengewächse und gute Freunde

Auf die „Eigengewächse“ vom HSSV, „Hammes Sportlichstem Sekt-Verein“, kann man bauen, und mit der Kolpingspielschar aus Höntrop steht seit Jahren eine „Bank“ mit reichlich Erfahrung und „gekrönten Häuptern“ des Karnevals aus der Nachbarschaft für Stimmung Schlag auf Schlag.

Karnevalistisches Freundschaftsband gen Watttenscheid

So knüpfte Hamme untergehakt und schunkelnd ein karnevalistisches Freundschaftsband gen Watttenscheid, und das „bestimmt schon 15, nee, 25 Jahre?“ rätselte Jochen Ridder, Vorsitzender der Kolpingspielschar. „21“ war sich dagegen Klaus Grzesiak (fast) sicher, die die Rotjacken mit Elferrat, Tanzmariechen, Jugend-, Showtanz- und Großer Garde, in Hamme schon dabei sind. Und dabei hatten sie hier in der Nachbarschaft mit Theaterabenden angefangen.

Tanzmariechen Caroline ist „unser Schmuckstück“

Inzwischen aber prangt die KAB-Bühne im Karneval ganz selbstverständlich in den Farben der Nachbarn rot-weiß und dem Wappen der Spielschar. Die es übrigens auch aus ganz profanen Gründen immer gern nach Hamme zieht: „Der Matjes am Büffet“, schwärmt Ridder, der nebenbei souverän auch als Stimmungssänger den Saal zum Mitmachen umgehend in den Griff bekam.

Guten Freunden gibt man ja nicht nur ein Küsschen, wie die Werbung uns klarmacht, man fährt auch alles auf für sie. So präsentierte Sitzungspräsident Thomas Stetten denn auch stolz Tanzmariechen Caroline als „unser Schmuckstück“, und dass mit Jolie in der Tanzgarde eine Aktive an diesem Abend ihr Bühnendebüt gab, ist wohl keinem der begeisterten Narren im Saale aufgefallen. Denn sie machte ihre Sache so gut und gekonnt wie von allen erwartet.

Deutliche Bühnenpräsenz

Wenn sie sich auch mit der Kolpingspielschar die Bühne sozusagen teilten, so hatten doch die Ladys des HSSV das eigentliche Heimspiel an diesem Abend - allerdings auch schon seit einem guten Dutzend Jahren, wie Stefanie Jonassohn verriet. Die bei ihrer „Supertruppe“ auch außerhalb des Karnevals den Takt angibt, wenn die sich zum wöchentlichen Aerobic trifft. Dass das nach 14 Jahren Training für eine deutliche Bühnenpräsenz sorgt, bewies die Schar bei ihrer aktuellen „Kreuzfahrt“ beeindruckend.

Nicht nur war zu jedem Ziel der Weltreise die rechte musikalische Begleitung gefunden, ob Flamenco, Irish Riverdance, kubanische Samba, die Damen brachten Schwung. Und erstaunten mit rasend schnellem Kostümwechsel.

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