Nachbarschaft

Im Bochumer Westend sammelt das Netzwerk nun die Kontakte

Das Westend ist attraktiver geworden, ein Beispiel ist schon der Springerplatz, war das Echo des ersten offenen Netzwerk-Treffens im Albert-Schmidt-Haus.

Das Westend ist attraktiver geworden, ein Beispiel ist schon der Springerplatz, war das Echo des ersten offenen Netzwerk-Treffens im Albert-Schmidt-Haus.

Foto: Olaf Ziegler / WAZ-Archiv

Westend.  Das erste Stadtumbau-Projekt in Bochum ist für den baulichen Teil abgeschlossen. Sozial und integrativ setzt sich die Arbeit unter Nachbarn fort.

Das Logo gibt es schon, die Akteure kennen sich überwiegend, alle Signale stehen damit auf Fortsetzung der Stadtteilarbeit im Griesenbruch, Goldhamme und Stahlhausen. Nach dem Ende des förmlichen Stadtumbaus im Westend ist hier eben noch nicht ganz „Ende“. Das Netzwerk des Quartiers der drei Stadtteile und führt die Arbeit fort. Immerhin 30 Interessierte haben die Gründungsversammlung besucht und mitgestaltet.

In der Vorstellungsrunde im Albert-Schmidt-Haus am Springerplatz war der Schwung zu spüren, den die Veränderungen und vor allem die erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre gebracht hatten. „Ich lebe und arbeite hier“ hieß es immer wieder in der Auftaktversammlung, und auch, dass das Viertel attraktiver geworden ist und der Einsatz sich lohne.

Deshalb soll das Netzwerk Westend auch kein neuer Verein sein“, erläuterte Dorte Huneke-Nollmann als Koordinatorin. Nach dem Abschluss des baulichen Teils des Stadtumbaus soll der sozial-integrative Aspekt weiter wirken, was die neu geschaffene Stelle der Koordinatorin mit Büro im Q1 an der Halbachstraße deutlich macht.

Denn Vereine und Initiativen sind schon zahlreich im Westend aktiv, auch gemeinsam. Schulen, Kitas, Parteien und Institutionen sind dabei, „als loser Zusammenschluss, sozusagen mit freiwilliger Verbindlichkeit“, führte Huneke aus. Was nur widersprüchlich klang, aber auf Zustimmung stieß.

Bewahren, verändern, veranstalten

Drei Pfeiler hat sich das Netzwerk zunächst vorgenommen: „Bewahren, Verändern, Veranstalten“. So lässt sich auf erfolgreiche Strukturen aufbauen und die Nachbarschaft pflegen und stärken.

Erfolgreiche Nachbarschaftsfeste

Das Westendfest, ob auf dem Springerplatz oder als eigenes Wenden-Fest auf dem Wendenplatz, der Westendputz, Straßenflohmarkt, die Neugestaltung der Spielplätze und der Umbau der Straßen in diesem ersten Stadtumbau-Projekt Bochums, all diese Faktoren haben eine Aufbruchstimmung erzeugt. Und sie haben die Nachbarn zusammenrücken lassen.

Neben dem Q 1 ist im ISEK, dem Integrierten Stadtteil-Entwicklungskonzepts, ein weiterer Stadtteiltreff mit der Alten Post an der Ecke Kohlenstraße entstanden, der Springerplatz wurde neu gestaltet, der Bunker auf private Initiative grundlegend umgenutzt, mit dem „Max & Klara-Drachenland“, dem „Diekamp-Dschungel“ und dem „Sparki-Spielplatz“ entstanden attraktive Bereiche für Kinder. 200 Fassaden konnten im ganzen Westend modernisiert werden.

An der Unteren Stahlindustrie entsteht ein neuer Grünzug mit dem Radschnellweg Ruhr RS 1. In diesem Zusammenhang wird dann das Stadtteilzentrum Q1 sogar zur „Radweg-Kirche“.

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