Ausstellung

Hölzerne Könige bevölkern Kirchenraum

Künstler und Diakon Ralf Knoblauch präsentiert zwei seiner Holzskulpturen, die er in der St.-Elisabeth-Kirche ausstellt..

Künstler und Diakon Ralf Knoblauch präsentiert zwei seiner Holzskulpturen, die er in der St.-Elisabeth-Kirche ausstellt..

Foto: Gero Helm

Gerthe.  Künstlers Ralf Knoblauch präsentiert seine Holzskulpturen in St. Elisabeth. Ausstellung „Königs-Würde“ ist bis zum 10. Dezember geöffnet.

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Die St- Elisabeth-Kirche hat derzeit gekrönten Besuch: Kleine und große Könige und Königinnen, die Diakon Ralf Knoblauch aus Holz erschaffen hat, bereichern den Kirchenraum. Der Bonner Künstler lädt Besucher zum Betrachten und zum Befühlen seiner „Königs-Würde“-Skulpturen ein.

„Rühr mich an!“: Dieses ist der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man sich in der Kirche den Skulpturen nähert. Das Holz, die Maserung und die Farben laden dazu ein, näher zu treten und die Figuren zu berühren. Und aus Sicht des Künstlers ist dies ausdrücklich erwünscht. So nutzen auch Rita Ammareller und Maria Köpper-Schwer die Gelegenheit, den Königinnen und Königen „hautnah“ zu begegnen.

100 Besucher am Eröffnungsabend der Ausstellung

„Die Könige scheinen in sich zu ruhen und strahlen eine Würde aus“, sagt Rita Ammareller, und Marie Köpper-Schwer ergänzt: „Wenn ich die Könige betrachte, finde ich eine innere Ruhe.“ Beide Besucherinnen haben bereits einen Holzkönig von Ralf Knoblauch zu Hause stehen und nutzten nun die Ausstellung in der St.- Elisabeth-Kirche, um die weiteren Werke des Bonner Künstlers zu entdecken. Ihrem Beispiel folgen am Eröffnungsabend rund 100 Besucher.

„Die Königinnen und Könige laden mit ihrer würdevollen und kraftvollen Ausstrahlung zum Staunen und Nachdenken an“, betonte Lothar Gräfingholt. Der Vorsitzende des Katholikenrates Bochum und Wattenscheid wies in seiner Laudatio darauf hin, „dass die Skulpturen sowohl an das Königtum Jesu Christi als auch an das jedes Menschen erinnern“. Dies ist auch dem Künstler Ralf Knoblauch wichtig.

Die Skulpturen entstehen jeweils morgens in aller Frühe in seiner Werkstatt oder auch mal unterwegs und erinnern an Artikel 1 des Grundgesetzes, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Auch in Krankenhäusern

Der Künstler erklärt: „Meine Werke möchten den Menschen auf Augenhöhe begegnen und verdeutlichen: Jeder Mensch behält seine Würde, auch, wenn er krank oder verletzt ist.“ Daher stehen Knoblauchs Könige auch an besonderen Orten, wie in Krankenhäusern.

Die Idee, die sehenswerte Ausstellung „Königs-Würde“ in den Bochumer Norden zu holen, hatte Gemeindemitglied Heinrich August Mikus von der Kolpingfamilie Gerthe-Hiltrop-Bergen. Die musikalische Gestaltung der gut besuchten Eröffnung fand durch den Flötenkreis der Pfarrei Liebfrauen und Leitung von Organist Norbert Wortmann statt.

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