Preisverleihung

Große Auszeichnung fürs St. Marienstift

Der „Altenheim Zukunftspreis“ wird einmal im Jahr von einer Fachzeitschrift verliehen. Geschäftsführerin Ulla Tameling (rechts) hält die Urkunde in den Händen.

Der „Altenheim Zukunftspreis“ wird einmal im Jahr von einer Fachzeitschrift verliehen. Geschäftsführerin Ulla Tameling (rechts) hält die Urkunde in den Händen.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Mitte.   Senioreneinrichtung an der Humboldtstraße freut sich über den „Altenheim Zukunftspreis“. Besonders die vielen Aktivitäten zeichnen das Haus aus

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Seit viereinhalb Jahren lebt Hildegard Schneider schon im St. Marienstift an der Humboldtstraße. Langweilig geworden ist der 95-jährigen Dame eher selten: „Hier ist immer was los“, freut sie sich. Vor allem bei der Theatergruppe „Die Spätzünder“ mischt die Seniorin begeistert mit und verpasst kaum eine Probe. „Theaterspielen ist super“, sagt sie.

Der gute Ruf, den die Senioreneinrichtung unweit des Bermuda-Dreiecks seit vielen Jahren genießt, ist jetzt um eine schöne Urkunde reicher: Bei einer Feierstunde am Montag ist das St. Marienstift mit dem „Altenheim Zukunftspreis 2015“ ausgezeichnet worden.

Ausgeschrieben wird der Preis einmal im Jahr von der Fachzeitschrift „Altenheim“ des Vincentz-Verlags aus Hannover. Aus über 40 Bewerbungen, die die Redaktion aus ganz Deutschland erreichten, wird eine besonders preiswürdige Senioreneinrichtung von einer Fachjury ausgewählt. Nachdem im vergangenen Jahr ein Haus aus Kiel den Preis bekam, machte diesmal das Bochumer St. Marienstift das Rennen. „Darauf sind wir total stolz“, strahlt die Geschäftsführerin Ulla Tameling.

Ramponiertes Image aufgebessert

In seiner Laudatio lobt „Altenheim“-Chefredakteur Steve Schrader die Arbeit der Einrichtung als herausragend. „Zentrale Qualitätsbegriffe wie Autonomie oder Teilhabe werden mit Leben gefüllt“, sagt er. „Die Wünsche der Bewohner werden ernst genommen, das wirkt sich positiv auf ihre Lebensqualität aus und steigert zudem die Zufriedenheit der Mitarbeiter.“

All dies sollte in Pflegeeinrichtungen eigentlich zur Normalität gehören, „doch das ist längst nicht überall der Fall“, so Schrader. „Das St. Marienstift hilft, das ramponierte Image der stationären Altenpflege eindeutig aufzubessern.“

Von Tai Chi bis Flashmob

Besonders die vielen Angebote stellt Schrader heraus. Hier gibt es Tai-Chi-Kurse, die Theatergruppe und viele Aktivitäten wie Feste oder Grill-Abende. Im Juni machte das St. Marienstift, in dem 85 Menschen leben, beim „Senioren Flashmob“ auf dem Springerplatz mit. „Sie gehen hinaus in die Stadt. Das wirkt alles so leicht und normal, aber das ist es nicht“, meint Steve Schrader. Der Zukunftspreis ist mit 3000 Euro dotiert.

Noch über eine andere Auszeichnung kann sich das Marienstift freuen: Der Verein „Daheim TV“, der über die Bewohner und ihre Projekte bereits mehrere Videos gedreht hat, ist am Wochenende in Oberhausen mit dem Bürger-Medienpreis NRW geehrt worden. „Das fing an als Bürgerfernsehen und hat sich dann immer weiter entwickelt“, erzählt Ulla Tameling.

Die Videos über die Bewohner online auf: www.marienstift-bochum.de

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