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Kirchen-Fusion

Evangelische Kirchen Gerthe und Hiltrop bereiten Fusion vor

Die Erlöserkirche Hiltrop, An der Hiltroper Kirche.

Foto: Wicho Herrmann

Gerthe.   Zum 1. Januar 2019 sollen die beiden evangelischen Gemeinden Gerthe und Hiltrop zusammenwachsen. Die endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

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„Die Fusion der Gemeinden Gerthe und Hiltrop ist auf gutem Weg.“ Das erklärte Pfarrer Johannes Romann zuletzt am Rande des Reformationsgottesdienstes in der Christuskirche an der Lothringer Straße. Dieser stand durch das Zusammenspiel der beiden Posaunenchöre der evangelischen Gemeinden ganz im Zeichen des Zusammenwachsens zur zukünftigen Gemeinde. Die 24 Bläser unter der Leitung von Andreas Tetkov setzten ein kraftvolles und musikalisch gelungenes Zeichen.

Klappt die Fusion nach dem bei der Gemeindeversammlung Ende Januar diesen Jahres vorgegebenen Fahrplan, findet sie am 1. Januar 2019 statt. Ob der Termin noch steht, dazu wollte sich der Gemeindepfarrer nicht äußern. „Wir haben in den beiden Presbyterien striktes Stillschweigen vereinbart, bis wir Entscheidungen von der Landeskirche und vom Kirchenkreis auf dem Tisch haben. Daran halte ich mich“, betont Romann. „Anschließend informieren wir schnellstens unsere Gemeindemitglieder- und Gruppen, so wie wir es in der Vergangenheit schon gehalten haben“, so der 64-Jährige weiter. „Und auch die Medien.“

Presbyterien planen Sitzung

Die beiden Presbyterien planen in diesen Tagen eine gemeinsame Sitzung, in der Hoffnung, bis dahin belastbare Ergebnisse zu erhalten. Ziel: alle weiteren Schritte dann zu beschließen. Seit den Gemeindeversammlungen in Hiltrop und Gerthe im Januar passierte viel. Eine achtköpfige Steuerungsgruppe unter Moderator Wilfried Geldmacher (Pfarrer im Ruhestand aus Langendreer) nahm die Arbeit auf. Ihre Aufgabe: alle notwendigen Schritte für das Zusammengehen beider Gemeinden vorzubereiten. Romann, selbst Mitglied, ebenso wie Pfarrer Jörg Sonneborn (Hiltrop), erklärt aktuell: „Sie ist kein Entscheidungsgremium. Diese Befugnis ist allein den Presbyterien vorbehalten.“

Arbeitsergebnisse, für die es auch einen Presbyteriumsbeschluss gibt: Der Name der neuen Gemeinde ist „Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Nord“. Diese besteht aus den Bezirken Gerthe und Hiltrop. Die neue Gemeinde wird zwei Pfarrer haben. Die Pfarrstelle von Johannes Romann, der im Herbst 2019 in den Ruhestand geht, soll zu 100 Prozent wiederbesetzt werden.

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Gemeinsamer Haushalt

Die Steuerungsgruppe bereitete schon den gemeinsamen Haushalt 2019 sowie eine Satzung für die Zusammenarbeit der Gremien vor. Ende August organisierte sie eine Konferenz mit den Leitern aller Gemeindegruppen. Gemeinsame Veranstaltungen der Gemeinden waren das Kirchweihfest in Hiltrop sowie der aktuelle Gottesdienst. Am 9. Dezember (17 Uhr) folgt eine ökumenische Barbarafeier in der Hiltroper Erlöserkirche.

Bläser Jochen Girulat freut sich über die Fusion. „Das Gute ist, wir haben zukünftig zwei Bläserkreise in der Gemeinde. Sie werden alleine und wie jetzt zusammen auftreten“, sagt er. Girulat, der auch Mitglied in der Steuerungsgruppe ist: „Dasselbe gilt für alle anderen Gemeindegruppen. Alles bleibt dort wie bisher. Wir hoffen aber auf ein stärkeres Miteinander wie bei uns bei den Posaunenchören. Uns stärkt das beim Spiel.“ Das war zu hören!

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