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100 Jahre

Dieser Bochumer Traditionsclub erlebt ein seltenes Jubiläum

Anstoßen konnten (v.l.) Ursula Dorpmund (Vorsitzende), Heinz Leopold (Schatzmeister), Bürgermeisterin Gabriela Schäfer, Axel Schäfer (SPD) und Holger Schneider (Bezirksvertretung) bei der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen.

Foto: Socrates Tassos

Bochum-Grumme.   100 Jahre: SV Eintracht Grumme blickt beim Fest im Haus Goeke auf reiche Geschichte im Stadtteil zurück. Großer Dank gilt den Ehrenamtlichen.

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Ein volles Haus und stolze Zahlen bot der SV Eintracht Grumme auf. Das erste Winterfest aus gegebenem Anlass, der 100-Jahr-Feier, im Haus Goeke war ausverkauft. Schon das ein historischer Querverweis, denn hier im Traditions-Gasthaus an der Grumbecke hatten 1919 die Altvorderen die Gründung beschlossen. Allen Grund zum Feiern hat damit der viertgrößte Verein des Kreises mit rund 850 Mitgliedern und einer WM-Teilnahme, allerdings aus der Rollsportabteilung.

Die Fußballer sind aktuell mit der ersten Herrenmannschaft bei den Hallen-Masters „als einziger Kreisligist unter die letzten Acht“ gekommen, betont Geschäftsführer Markus Brüggestrath. Richtig stolz allerdings ist er darauf, dass viele Flüchtlinge sich prima in die Mannschaften integriert haben.

Darauf ein dreifaches „Blau Weiß!“

Nach einem dreifachen „Blau Weiß!“ zum Anstoßen um Punkt 19.19 Uhr machte auch Björn Corell, 2. Vorsitzender und Frauentrainer, seinem vollen Herzen Luft. „Immerhin hab’ ich ja in den 22 Jahren im Verein unheimlich viele Freunde gefunden. Das war auf jeden Fall ‘ne richtig geile Zeit,“ schwärmte er. „Das macht Hoffnung auf 150 oder 200 Jahre.“

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Ursula Dorpmund als Vorsitzende des Gesamtvereins wollte sich kurz fassen und tippte die Stationen 50, 70, 80 und 90 Jahre nur kurz an mit der Erinnerung an Sportlerbälle und Sportschautage in der Ruhrlandhalle oder im Humboldteck, später dann an der Josephinenschule, und den Ligaspielen am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, heute an der Heinrich-Böll-Gesamtschule und gemeinsam mit den Nachbarn von Adler Riemke.

Stolz auf die ehrenamtlichen Helfer

Besonders stolz zeigte sie sich, „dass wir mit dem Ehrenamt einen großen Beitrag zur Gesellschaft leisten.“ Daher wies sie auch bei der Begrüßung von Propst Michael Ludwig schon darauf hin, dass im September gemeinsam gleich noch einmal mit der katholischen Kirchengemeinde vor Ort gefeiert werden soll. Immerhin hat der heutige SV „Eintracht“ Grumme seine Wurzeln auch in „Eintracht/Saxonia“, dem Arbeitersportverein und Constantin Bochum. Dorpmund schloss strahlend mit: „Danke, dass wir so gut aufgestellt sind.“

Gaby Schäfer (SPD), in Personalunion als Vorsitzende des Stadtsportbundes, Bürgermeisterin und Abgesandte des Landessportbundes, knüpfte nahtlos an: „Ich bin total gerne hier bei euch, ich weiß, wie lebendig, engagiert und attraktiv es hier ist. Vor allem bin ich stolz darauf, mit einer 100-Jahr-Feier das Sportjahr 2019 in Bochum eröffnen zu können.“

Im besten Sinne am Ball geblieben

In Grumme sei man im besten Sinne am Ball geblieben, und der Einsatz von Menschen für das Zusammenleben im Stadtteil zeige sich wohl nirgends besser als im Sport. Sie appellierte daher: „Bleibt, wie ihr seid!“

Auch Propst Ludwig spannte einen Bogen und meinte, vor 100 Jahren habe sich vieles im Stadtteil in Bewegung gesetzt und heute sei man in Sport und Kirche wieder auf der Suche nach Bewegung.

Stellvertretend für viele Ehrenamtler zeichnete Ursula Dorpmund stolz Heinz Leopold für seine Verdienste in 60 Jahren als Schatzmeister aus. „Er ist praktisch seit Geburt mit dem Verein verbunden“, lobte sie.

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