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Stadtentwicklung

Die soziale Arbeit in den Quartieren kann weitergehen

Gerade die Stadtteilfeste, wie hier in Hofstede, als bunte Bühne der vielfältigen Arbeit können als Projekte finanziell abgesichert werden. Foto:Klaus Pollkläsener/Archiv

Hamme/Hofstede/Riemke.   Das Stadtteil-Projekt „Hamme/Riemke/Hofstede“ wird fortgeführt. Der Fachausschuss setzt sich für eine dauerhafte Finanzierung im Haushalt ein.

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Den Fuß in die Tür stellte sinnbildlich der Fachausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien mit einem einstimmig getragenen Widerspruch. Tenor ist die Absicherung des Stadtteilprojektes HaRiHo, Hamme, Hofstede, Riemke über zumindest 82.500 Euro jeweils für 2019 und 2010 in der sogenannten Regelförderung.

Erweiterungsmaßnahme zum Angebot

Das hatte das Jugendamt im Rathaus zunächst abgewiesen, nicht ohne die Arbeit in den Stadtteilen ausdrücklich zu würdigen. Als „Erweiterungsmaßnahme zum Angebot“ für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Hamme, Hofstede und Riemke leistet das Projekt HaRiHo der Falken Bochum schon seit August 2013 eine wertvolle sozialpädagogische Arbeit.

Der Ausschuss nun machte auf Antrag der rot-grünen Koalition deutlich, die Fortführung des Projektes im nächsten und auch den folgenden Jahren und eine Kontinuität in der Stadtteilarbeit sei dringend erforderlich. Es habe eine regelrechte „Brückenfunktion“ für das Programm ISEK/Soziale Stadt und soll daher bei der Haushaltsplanung im Rathaus ausdrücklich berücksichtigt werden.

Netzwerkpflege damit möglich

Quartiersmanagerin Daria Stolfiks erster Kommentar ist: „Super. Unsere Stellen sind damit weiter gesichert. Wir haben hier immerhin über Jahre ein Netzwerk aufgebaut. Und nun ist eine Pflege dieser vielfältigen Beziehungen in alle Bereiche der Gesellschaft in den Stadtteilen gewährleistet. Wir können jetzt zusammen etwas bewegen, was man vielleicht als Einzelne nicht könnte.“

Ihre Kollegin vor Ort, Sozialarbeiterin Beatrice Röglin, ist vor allem erleichtert. „Ich habe mich sehr gefreut, dass nun fortgeführt werden kann, was wir aufgebaut haben. Die Strukturen in Hamme, Hofstede und Riemke können wir nach Bedarf unterstützen, die Mitarbeiter fördern.

Vorgenommen haben sich die Quartiersmanagerinnen weiterhin auf die Anforderungen „im Betrieb“ zu reagieren und dabei entstehende Entwicklungen zu fördern, vor allem inhaltlich, wie etwa bei den Stadtteilfesten oder den Geschichts-Aktionen.

Die Anträge zur Förderung der geplanten, vielseitigen Projekte sind entweder schon gestellt oder werden vorbereitet, bestätigt Susanne Henke vom Büro der Falken in Bochum als Träger des HaRiHo-Projekts.

Gesundheit und Bewegungsförderung

Das umfasst ein weites Feld in der eigentlichen Beratung und Weiterbildung, so Henke, wie verschiedene Projekte in den Bereichen Gesundheit und Bewegungsförderung oder Natur und Umwelt. Erlebnispädagogik, die Unterstützung von Patenschaften für Bedürftige und Migranten, Maßnahmen zu Demokratiebildung, Antirassismus, Integration und Erziehungshilfe fielen ebenso darunter.

Einzelanträge auf dem Weg

Konkret fortgesetzt werden können nun etwa die bunte Gestaltung von Stadtwerke-Trafohäuschen, die schon traditionellen „Stadtputz“-Aktionen, das sehr gut angenommene und vor allem sehr erfolgreiche Bienenprojekt, die Stadtteilfeste und die Programme rund um die Weihnachtsmärkte in den einzelnen Stadtteilen. Der Ausschuss hatte die Jugendverwaltung aufgefordert, die Weiterfinanzierung des Projektes auch durch Umschichtungen im Etat sicherzustellen.

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