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Jugendfußball

Die Eltern gehören beim Ballspielverein Hiltrop zum Team

Die Mini-Kicker freuen sich bei der Abschlussfeier über ihre Geschenke, die natürlich in den Vereinsfarben schwarz und weiß verpackt sind. Foto:Wicho Hermann

Hiltrop.  Gut 300 Gäste sind bei der Jahresabschlussfeier am Hillerberg beim BV Hiltrop dabei. Der Neustart gelingt durch Einsatz auch neben dem Rasen.

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Beim BV Hiltrop weihnachtete es. Der Jugendvorstand feierte nach dem letzten Spieltag Bescherung auf dem heimischen Platz. Gut 300 Kinder und Eltern kamen zum Weihnachtsfest vor dem Vereinsheim „Am Hillerberg“. Jugendgeschäftsführer Marcus Dempki freut sich: „Wir haben aus unserem Fußballverein einen sozialen Treffpunkt für Familien im Bochumer Norden geschaffen.“

Die Eltern sehen das auch so. „Hier spielt schließlich nicht nur unser Junge, die Eltern sind auch gefragt“, erklärt Nadine Halsstrick, die Mutter von Mika (9, F2). „Wir sind ein Team mit unseren Trainern und dem Vorstand“, hebt Melina Mohamedes das Gemeinschaftsgefühl hervor. Ihr Elias (8) spielt in der E1-Mannschaft. Halsstrick und Mohamedes kommen aus Kornharpen zu den Heimspieltagen und zum Training. Am Grill helfen sie ehrenamtlich mit.

Sogar als Betreuer dabei

„Wir werden als Eltern mit einbezogen“, stellen Andrea und Tobias Kaiser fest. Tochter Kati wollte im Verein Fußball spielen und die Eltern waren mit willkommen. Neue Bekanntschaften mit anderen Eltern eröffneten sich. „Kati hat ein tolles Trainerteam, das sich um die Kinder kümmert“, betont der Papa.

Kati fühlt sich wohl: „Ich werde aufgestellt und wir machen lustige Sachen“, meint die Neunjährige. Etwa die Ferienfoto-Aktion, deren Bilder am Abend prämiert werden. „Ich hab’ ein Foto aus Ameland hingeschickt“, erzählt Kati. Wichtig ist, dass der BV Hiltrop irgendwie auf dem Bild zu sehen ist. Bei ihr ist es das Handtuch in den Vereinsfarben.

„Der Zusammenhalt war nicht immer so“, erinnert sich Malte Sorge, der zweite Jugendkassierer. „Die Neuwahl des Jugendvorstandes im April 2017 war der Ausgangspunkt für das Miteinander.“

Grill und Getränkeverkauf an den Spieltagen

„Wir begannen, Elternarbeit zu machen“, schmunzelt Sebastian Hackforth, zweiter Jugendleiter: „Unsere Ausgangsfrage war: Was wollen die Kinder und die Eltern vom Verein?“ Beim Nachwuchs war es klar: Fußballspielen. Die Eltern wünschten sich, dass auch neben dem Spielfeld etwas passiert. Grill und Getränkeverkauf an den Spieltagen waren gesichert. Ein Salatstand und manches mehr folgte. Und das auch an den Trainingstagen. „Um alles gewährleisten zu können, bezogen wir die Eltern ein“, erklärt Dempki. Die Devise hieß, man muss mitmachen, damit diese Angebote stattfinden können. „Die Eltern gründeten Gruppen, informierten sich und stellten alles selbst auf die Beine. Das hat uns überrascht und noch mehr gefreut“, ergänzt Hackforth.

Auch die zweite große Weihnachtsfeier seit 2017 organisierten die Eltern. „Früher feierte jede Jugendmannschaft allein“, erinnert sich Dempki, der 2013 über Sohn Luis zum Verein kam. Auch Hackforth stieg damals mit Sohn Lennart ein. Heute spielen beide in der D-Jugend.

Unterstützung der Trainer

Der Vorstand stellte sich weiteren Aufgaben: Die Trikots der Jugendlichen kauft er zentral ein, anstatt jede Mannschaft selbst. Vorteil: Rabatte beim Einkauf, Unterstützung der Trainer für die eigentliche Aufgabe. Eltern stiegen als Betreuer in die Mannschaftsarbeit ein. Das entlastet die Trainer und gibt den Eltern mehr Verantwortung. Wer möchte, wird beim Trainerschein unterstützt.

Auch der Spielbetrieb änderte sich. Hackforth: „Wir stellen alle Kinder einer Mannschaft auf. Nicht nur die besten! Wer bei einem Spiel nicht mitmachen kann, kommt beim nächsten dran.“ Ziel, so Dempki: „Bei uns kommt das Team über den Zusammenhalt zum sportlichen Erfolg.“ Und die Eltern sind mit im Team.

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