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Awo

Die Arbeiterwohlfahrt Rosenberg feiert ihren 40. Geburtstag

Er ist Mitbegründer und Gruppensprecher bei der Awo Rosenberg: Eckhardt Rathke sammelt derzeit Geld für eine Umgestaltung des Vorplatzes.

Foto: Dietmar Wäsche

bochum-Rosenberg.   Vor 40 Jahren hat sich die Awo Rosenberg gegründet, die heute an der Haydnstraße sitzt. Mitbegründer Eckhardt Rathke ist stolz auf seine Gruppe.

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„Ich bin der Einzige, der die 40 Jahre überdauert hat“, sagt Eckhardt Rathke, als er im Awo-Rosenbergtreff an der Haydnstraße alte Fotos anschaut. „1965 wurde der Grundstein gelegt, für das neue Rosenberg-Viertel. Aber es fehlte an Infrastruktur“, erinnert sich der 75-Jährige. Eine Integration des Neubaugebiets mit seinen etwa 6000 Bewohnern sei in Harpen eher schwierig gewesen.

Daraufhin gründeten 19 Interessierte auf Rathkes Idee hin einen Awo-Ortsverein und wählten Wolfgang Wallendszus zum ersten männlichen Awo-Vorsitzenden in Bochum. 40 Jahre ist das jetzt her. Ende des Monats, am 30. November, wird das intern gefeiert.

Auch Männer leisten soziale Arbeit

Jahre später übernahm Rathke den Vorsitz, den er heute noch inne hält. 40 Prozent aller Mitglieder sind männlich – extrem viele, findet Sprecher Christopher Becker. „Männer können auch soziale Arbeit leisten. Das haben wir auch so beworben“, sagt Rathke. Schon vor der Gründung des Ortsvereins war er Awo-Mitglied.

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310 Mitglieder zählt der Verein am Rosenberg derzeit. An diesen Wert kommt keine andere Ortsgruppe in Bochum heran. Zum Vergleich: Über das ganze Stadtgebiet verteilt gibt es 1200 Awo-Mitglieder. Und noch immer habe die Gruppe positive Netto-Zuwächse.

Erfolgsfaktor sind die vielen Veranstaltungen

„Der Erfolgsfaktor dieser Gruppe ist das Veranstaltungsangebot“, ist sich Becker sicher. Pro Jahr gebe es mehr als 200 Veranstaltungen. Viele davon kommen aus dem Bereich Weiterbildung, beispielsweise in Sachen Computer oder Sprachen. Außerdem gibt es regelmäßig das Seniorenfrühstück, bei dem ein Vortrag dem gemeinsamen Essen vorausgeht.

Der Altersdurchschnitt liegt bei über 60 Jahren. „Das ist nicht so einfach, an jüngere Leute zu kommen“, so Rathke. Trotzdem gibt es 20-Jährige unter den Mitgliedern.

Den Rosenberg nach vorn bringen

Besonders stolz ist der 75-Jährige auf die Arbeitsgemeinschaft Rosenberg, die durch die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen wie Vereinen oder Parteien entstanden ist. Gemeinsam hat man schon Feste gefeiert und Aktionen, beispielsweise gegen Fremdenfeindlichkeit, auf die Beine gestellt.

Aktuell engagiert sich Rathke für eine Umgestaltung des Vorplatzes vor den Geschäften nahe des Rosenbergtreffs an der Haydnstraße. „Wir hoffen auf eine Belebung. Eine Zusage vom Grünflächenamt gibt es schon“, freut er sich.

Nachfolger steht bereits fest

Einen Nachfolger hat der 75-Jährige schon gefunden. Ewig kann und will er schließlich nicht mehr Gruppensprecher sein. „Ich singe ja auch bei der ältesten Boyband des Ruhrgebiets“, sagt er lachend.

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