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Naherholung

Constantin-Park an der Herner Straße wirkt heruntergekommen

Die Skulptur Knochen-Karl erinnert an die im Ersten Weltkriegs umgekommenen Bergarbeiter. Sie steht im Constantin-Park, der inzwischen einen verwahrlosten Eindruck macht.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum-Hofstede.   Die SPD-Fraktion im Bezirk Mitte drängt auf Sanierung. Doch die Verwaltung macht wenig Hoffnung: Für eine Park-Instandsetzung fehlt das Geld.

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Für eine optische Aufwertung des Constantin-Parks an der Ecke Herner-/Vierhausstraße setzt sich die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte ein. Christiane Laschinski: „Der Park mit dem Knochen-Karl-Denkmal steht für die Entwicklung von Hofstede und dieser Region, von der Zeche Constantin hin zur Grünanlage.“

Der Park sei arg heruntergekommen, die gesamte Anlage stark vermüllt, doch es fehlen Abfallbehälter. Zudem seien die Bänke im östlichen Teil verrostet und durchlöchert und müssten erneuert werden.

Tafel steht seit 2012

Am Fuße des Knochen-Karl-Denkmals war eine Erinnerungstafel eingelassen. Seit 2012 erklärt diese Tafel den historischen Zusammenhang der Bronze-Skulptur und würdigte die Initiative des engagierten Bochumers und einstigen RAG-Mitarbeiters Heinz Esken, der den Knochen-Karl 1987 zurück an den alten Standort geholt hat. Doch die Tafel ist verschwunden.

Hässlich auch das Hinweisschild auf die ehemalige Schachtanlage I/II: verbogen, beschmiert und mit Moos bewachsen. Es sollte unbedingt ausgetauscht werden, so die SPD im Bezirk. Die Fußwege schließlich wirken ungepflegt, sind ausgewaschen und uneben. Menschen mit Gehhilfen und Kinderwagen hätten es schwer über die Holperstrecken zu kommen.

Keine direkte Wegeverbindung zur Falkstraße

Im östlichen Teil des Constantin-Parks gibt es keine direkte Wegeverbindung zur Wohnbebauung an der Falkstraße. Ein großer Teil von potenziellen Nutzern ist damit nicht direkt an den Park angebunden. Die Fraktion regt an, eine Wegeverbindung zu schaffen.

In der Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstag nahm die Verwaltung dazu Stellung und machte nicht viel Hoffnung auf eine Beseitigung der Schäden des Parks. Für neue Bänke und Müllbehälter sei kein Geld vorhanden. Eine Instandsetzung der Wege sei ebenfalls nicht geplant, weil auch dazu keine Mittel im Haushalt zur Verfügung stünden.

Vandalismusschaden an der Tafel

Nach Rücksprache mit dem Technischen Betrieb wurde die Tafel am Knochen-Karl-Denkmal nicht zu Sanierungszwecken demontiert. Es handelt sich um einen Vandalismusschaden. Die Tafel ist nicht mehr vorhanden. Für den Kauf einer neuen Gedenktafel, wie auch eines neuen Hinweisschildes, besteht noch Abstimmungsbedarf. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, will die Verwaltung erneut berichten.

Eine zusätzliche Anbindung der Grünanlage an die Wohnbebauung der Falkstraße hält die Stadt indes für sinnvoll. Die Wegeführung kann von dem ganz östlich verlaufenden Weg auf den Stellplatz oder den Wendehammer erfolgen. Auch kann in diesem Zusammenhang die Wegeführung in diesem Bereich in Gänze überdacht und überplant werden, da teilweise Wege nicht genutzt werden und an anderer Stelle „Trampelpfade“ entstanden sind. Die Kosten dafür müssten zunächst ermittelt werden.

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