Laienbühne

Claudius-Theater nimmt Shakespeare in den Spielplan auf

Thorsten Haag, Gerd Lichtenberger, Brigitte Lichtenberger, Regisseur Jens Niemeier, Sarah Lichtenberger, Gitta Inholte-Gahlmann und Frederik Gahlmann (v.l.) freuen sich auf die Shakespeare-Aufführung.

Thorsten Haag, Gerd Lichtenberger, Brigitte Lichtenberger, Regisseur Jens Niemeier, Sarah Lichtenberger, Gitta Inholte-Gahlmann und Frederik Gahlmann (v.l.) freuen sich auf die Shakespeare-Aufführung.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum-Innenstadt.   Inklusives Claudius-Theater spielt Shakespeare – eine spezielle Version des Komödien-Klassikers „Was ihr wollt“. Sechs Vorstellungen im Mai.

Alles live, direkt und wohl auch durcheinander – aber das ist so gewollt. Schauspieler spielen Schauspieler, Probe und Inszenierung fallen ineinander. Es wird sicher spannend, die Aufführungen zu sehen, die sich das inklusive Claudius-Theater in seiner sechsten Spielzeit mit William Shakespeares „Was ihr wollt“ vorgenommen hat.

Die Eigenproduktion ist eine moderne Adaption des Shakespeare-Stoffes, „allerdings haben wir alles in den Kontext des Theaters gesetzt“, meint Jens Niemeier schmunzelnd. Der künstlerische Leiter des Claudius-Theaters hat zusammen mit Co-Regisseurin Carina Langanki und ausgehend von Shakespeares „Was ihr wollt“ eine komödiantische Studie zur Theaterarbeit entwickelt.

Menschen im Theater im Theater

Jens Niemeier gräbt tiefer: „Wie funktioniert eigentlich Theater? Das war eine der zentralen Fragen bei der Entwicklung der Eigenproduktion. Das Ergebnis ist so bunt wie das Ensemble selbst und verspricht einen abwechslungsreichen und spannenden Theaterabend. Shakespeare-Liebhaber kommen dabei nicht zu kurz, immer wieder gibt es Zitate und Verweise auf das Werk.“

Was machen Menschen am Theater und was macht das Theater mit Menschen? Das erzählt die Claudius-Version mit einem speziellen, satirischen Unterton, wie er auch in Shakespeares Original zu finden ist.

In zwei Gruppen geteilt

Die Ausstattung auf der Bühne wird reduziert und besteht lediglich aus einem Tisch und Stühlen, 13 Schauspieler werden den Raum einnehmen und in zwei Gruppen die Schauspieler spielen und die Crew aus dem üblichen Theaterhindergrund. „Alles Laien“, betont Niemeier, „und alles Talente.“ Die sich dem wohl längsten Stück in der Geschichte des Claudius-Theaters stellen werden. „Es sind immerhin viele dabei, die nicht viel Text auf die Bühne bringen können. Sicherlich alle werden mit Problemen auf offener Szene zu kämpfen haben“, räumt der Regisseur ein. Aber gerade das soll auch den Reiz des Stückes ausmachen.

Improvisation wird Programm

Facettenreich und äußerst dynamisch verspricht es zu werden, mit vielen Wechseln auch innerhalb der Rollen, Verwicklungen und Verwandlungen, und Einzelgeschichten, die ineinander übergehen. Die Zuschauer sollen sich fragen, wann denn die Proben auf der Bühne in die Aufführung übergehen, oder ob sie schon die Aufführung sind.

Großen Dank richten die Theatertruppe an die Verantwortlichen im Haus der Begegnung und bei den Claudius-Höfen für die Bereitstellung der Probenmöglichkeiten, sogar samstags, und das Überlassen des Saals für die Aufführung. Die Claudius-Theater-Produktion wird unter anderem wieder unterstützt von der Aktion Mensch, der Life Jugendhilfe, der Web-Individualschule und dem Haus der Begegnung. Bisher standen bereits die Vorstellungen „Faust“, „Klänge des Lebens“, „Peer Gynt“, „Work-Life-Balla-Balla“ und „Raufaser oder Blümchenmuster“ auf dem Spielplan.

Das inklusive Claudius-Theater ist Teil des Vereins KuKuC, „Kunst und Kultur in den Claudius-Höfen“. Weitere Informationen und Kontakt bei Andreas Uphues, dem 1. Vorsitzenden, Düppelstraße 20, info@kukuc.org, www.kukuc.org.

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