Flüchtlinge

Begegnungscafé in Hamme feiert zweijähriges Bestehen

Besucher klatschen im Takt zur Musik der Gruppe Sadafe Siah in der Autobahnkirche, wo sich Einheimische und Flüchtlinge treffen.

Foto: Dietmar Wäsche

Besucher klatschen im Takt zur Musik der Gruppe Sadafe Siah in der Autobahnkirche, wo sich Einheimische und Flüchtlinge treffen. Foto: Dietmar Wäsche

Hamme.   In der Autobahnkirche Ruhr treffen sich seit zwei Jahren Flüchtlinge und Einheimische. Das Netzwerk Hamme Hilft organisiert die Zusammenkunft.

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Aus der Autobahnkirche Ruhr an der Dorstener Straße erklangen exotische Melodien, wo das Begegnungscafé „Meet & Greet“ des Flüchtlingsnetzwerkes Hamme Hilft sein zweijähriges Bestehen feierte.

Die dreiköpfige Band Sadafe Siah (zu Deutsch „schwarze Muschel“) begleitete die Veranstaltung mit Gesang, Keyboard und einer Art iranischem Dudelsack. Rund 60 Menschen unterschiedlichster Herkunft genossen die Volksmusik bei preiswerten Speisen und Getränken.

Mit musikalischer Unterhaltung

Seit zwei Jahren organisieren Ehrenamtliche einmal im Monat das Begegnungstreffen im Saal der Epiphanias-Kirche. Pfarrer Michael Otto hat das Projekt von Anfang an mit der Bereitstellung der Räumliche unterstützt. Stets mit musikalischer Unterhaltung, Tanzworkshops, Theateraufführungen oder Vorträgen untermalt, bietet Meet & Greet einen Rahmen, in dem kulturelle Begegnung erleichtert wird.

„Mittlerweile sind wir eine Institution im Stadtteil“, sagt Beatrice Röglin stolz. Die junge Frau ist hauptamtlich tätig bei HaRiHo – Die Stadtteilplaner (Hamme, Riemke, Hofstede) und war von Anfang an auch bei Hamme Hilft mit dabei. Ihre Expertise setze sie bei der Akquise von Fördermitteln ein. Beatrice Röglin freut sich vor allem über die Stammbesucher, die jeden Monat in der Autobahnkirche eintreffen. Jung und Alt, Flüchtlinge und Deutsche, kommen hier zusammen.

Ein gut eingespieltes Team

Sven Lüttmann ist einer der Organisatoren des Treffs. Der großgewachsene junge Mann sorgt an dem Abend dafür, dass die Technik funktioniert und ist mit Herz bei der Sache. „Wir sind ein gut eingespieltes Team“, sagt er über die Aktiven in der Flüchtlingsarbeit.

Um die zehn Personen kümmern sich regelmäßig um die Organisation des Cafés. Trotzdem freuen sich Lüttmann und Röglin über weitere helfende Hände. „Oft aber mangelt es an ehrenamtlichen Helfern, da einige erkranken oder arbeiten müssen und deshalb keine zeit finden“, sagt Lüttmann.

Pragmatische Tipps

Die Helfer planen langfristig und haben schon Ideen für künftige Veranstaltungen. „Wir orientieren uns stets an den Bedürfnissen der Geflüchteten“, sagt Sven Lüttmann. Anfangs kamen ganze Gruppen aus den Unterkünften. Heute leben viele Geflüchtete mittlerweile in eigenen Wohnungen, die Besucherstruktur habe sich geändert. Deshalb organisiert das Café Meet & Greet-Veranstaltungen zur pragmatischen Bewältigung des Alltags in Deutschland. Der USB und die Verbraucherzentrale sollen informieren, wie Mülltrennung funktioniert oder wie man effektiv heizt.

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