Stadtteiltreff

Awo will Hausmeisterhäuschen in Bochum-Hofstede erhalten

Die ehemalige Hausmeisterwohnung an der Braunsberger Straße 29 steht seit gut einem Jahr leer. Die Stadtteilspaziergänger und auch die Awo würden es gern nutzen.

Die ehemalige Hausmeisterwohnung an der Braunsberger Straße 29 steht seit gut einem Jahr leer. Die Stadtteilspaziergänger und auch die Awo würden es gern nutzen.

Foto: SPD

Hofstede.   Sozialverband reagiert auf Berichte in der WAZ. Senioren suchen Stadtteiltreff. Awo möchte ein Nutzungskonzept mit allen Akteuren entwickeln.

In eine mögliche Neunutzung der Hausmeisterwohnung an der Braunsberger Straße 29 kommt weiter Bewegung. Nachdem sich die Hofsteder Stadtteilspaziergänger in der WAZ dafür stark machten, das leer stehende Gebäude gerne als Begegnungsstätte nutzen zu wollen, interessiert sich jetzt auch die Arbeiterwohlfahrt (Awo) für diese Pläne.

„Die Idee der Stadtteilspaziergänger macht Sinn“, sagt Ernst Steinbach, Geschäftsführer der Awo Ruhr-Mitte. „Wir können uns sehr gut vorstellen, das frühere Hausmeisterhäuschen zu erhalten und als Bürgertreff zu betreuen.“

Eine Begegnungsstätte fehlt

Der Verband reagiert damit auf die WAZ-Berichte vom 25. Januar und 7. Februar. Darin beklagen sich Hofsteder Bürger darüber, dass ihnen seit Jahren eine Begegnungsstätte fehle. Speziell für ältere Leute wünschen sich viele im Stadtteil einen eigenen Treff. Ein passendes Objekt haben sie auch schon ausgeguckt: das ehemalige Hausmeisterhäuschen der Emil-von-Behring-Grundschule.

Das sieht die Awo offenbar genauso. „Für uns ist das Problem der Stadtteilspaziergänger absolut nachvollziehbar“, sagt Steinbach. Denn ein Ort, an dem der Stadtteil zusammenkomme, sei in Hofstede derzeit nicht vorhanden. „Auch wir haben unsere Schwierigkeiten: Momentan treffen sich die Eltern unserer Kita-Kinder an der Braunsberger Straße in der Einrichtung. Die Situation ist jedoch sehr beengt.“ Nicht nur das Elterncafé könne daher gut im alten Hausmeisterhäuschen stattfinden: „Es ist von der Kita aus fußläufig zu erreichen“, so Steinbach.

Dauerhafte Bewirtschaftung wäre möglich

Über das Awo-Familienzentrum sei sogar eine dauerhafte Bewirtschaftung möglich. „Kurzfristig ist es jetzt unser Anliegen, mit allen Akteuren im Stadtteil gemeinsam ein Nutzungskonzept zu entwickeln, um inhaltlich die Weichen für die Zukunft des Gebäudes zu stellen“, sagt der Awo-Geschäftsführer.

Neben der Awo setzt sich auch die SPD Hofstede für den Erhalt des Gebäudes ein. Nach Plänen der Stadt soll das Haus abgerissen werden.

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