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Stadtumbau

Auf der alten Krupp-Stahl-Fläche wächst der „Grüne Rahmen“

Der Dornröschenschlaf soll bald vorbei sein, die Brache hinter dem Torhaus 7 an der Windhausstraße wird neu belebt und als Grünfläche einen Lückenschluss bieten. Foto:Uli Kolmann

bochum-Stahlhausen.   Radschnellweg verbindet Stahlhausen und Bochum-City. Die Brache entlang der Windhausstraße hinter Torhaus 7 wird ein grüner Erholungsbereich.

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Gleich vier Bausteine umfasst das Konzept der Stadtverwaltung zur Wiederbelebung der Brache der Krupp Stahl AG, der „Unteren Stahlindustrie“. Das 18.000 Quadratmeter umfassende Gelände zwischen Bessemer Straße entlang der Windhausstraße bis zur Stahlhauser Straße trägt dazu den vielversprechenden Namen „Grüner Rahmen“.

Neue Kanalverbindung

Das Maßnahmenpaket umfasst eine neue Kanalverbindung von der Bessemer Straße als Ersatz für den maroden Dibergkanal, die an ein 8700 Quadratmeter großes Regenrückhaltebecken angeschlossen wird. Dann kann der Lückenschluss des Radschnellwegs RS 1 erfolgen und schließlich die Herrichtung des Grünzugs an der Unteren Stahlindustrie.

Für den circa 900 Meter langen Abschnitt des Radschnellwegs 1 hat das NRW-Verkehrsministerium 1,7 Millionen Euro bereit gestellt. Der Schnellweg wird auf Bochumer Stadtgebiet insgesamt 17 Kilometer lang sein. Der Weg allein nimmt mehr als 12.000 Quadratmeter in Anspruch, das Gesamtgebiet wird im Rahmen des Stadtumbaugebietes Westend als Grünanlage zur Naherholung der angrenzenden Siedlungen gestaltet.

Bodenmaterial wird aufbereitet

Weil es sich um ehemalige Industrieflächen handelt, wird ein Sanierungsplan erarbeitet. Dann sollen die in der Vergangenheit aufgeschütteten Bereiche wieder abgetragen, aufbereitet und an Ort und Stelle erneut zur Modellierung genutzt werden.

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Wie auf dem angrenzenden Areal der Oberen Stahlindustrie müssen für eine Neu- und Wiedernutzung dieser Flächen Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung von Altlasten berücksichtigt werden. Belastete Bodenmengen sollen etwa unter künftigen Wegen und Plätzen eingebaut werden, als Rampen oder als Böschungseinschnitte dienen.

Oberfläche wird versiegelt oder überbaut

Um das Gelände insgesamt zu sichern, soll die Oberfläche entweder versiegelt, überbaut oder mit sauberen Bodenanteilen abgedeckt werden. Das betrifft vor allem die neu entstehenden Grün- und Freiflächen. Unter diesem Aspekt wird auch das Regenrückhaltebecken abgedichtet, um das gesammelte Oberflächenwasser nicht in den Untergrund versickern zu lassen.

Der Radschnellweg soll auf der Stahlhauser- und der Windhausstraße als „Fahrradstraße“ geführt werden. Die detaillierte Planung für diesen Umbau mit Parkmöglichkeiten für die Bewohner der Siedlung wird noch erstellt.

Der RS 1 soll etwa 40 Meter vor dem erhaltenen Torhaus 7 von der Windhausstraße dann auf das Gelände abbiegen und am Regenbecken vorbei verlaufen. Hinter einem zum Teil verdeckten Bunker schwenkt er weiter nach Süden und bekommt durch einen Geländeeinschnitt etwa gegenüber der St.-Antonius-Kirche den Anschluss Richtung Osten zur Innenstadt an die Bessemer Straße und an den bestehenden Radweg.

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