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Stadtentwicklung

Auf dem Imbuschplatz soll wieder mehr Leben herrschen

Die „Kofabrik“ (ehemals „BO-Fabrik“)

Foto: Olaf Ziegler

Mitte.   Stadt und Politik wollen den Imbuschplatz wiederbeleben. Kortländer-Initiativen werden mit ins Boot geholt. Für Herbst ist ein Fest geplant.

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Keine Frage, viel los ist auf dem Imbuschplatz nicht. Doch das soll sich ändern, wenn es nach Stadt und Politik geht. Gemeinsam will man Wege und Möglichkeiten finden, die durch den Westring geteilte Freifläche wiederzubeleben. Dies ist das Ergebnis einer Rundreise von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) und seinem Verwaltungsvorstand durch den Stadtbezirk Mitte – organisiert und begleitet von Bezirksbürgermeisterin Gabi Spork (SPD).

Ein offenes Haus entsteht

Drumherum passiere schon viel, sehen Eiskirch und Spork die Entwicklung der angrenzenden „Kofabrik“ an der Stühmeyerstraße 33 mit Freude. Die ehemalige „BO-Fabrik“ am Imbuschplatz wird derzeit in ein offenes Haus für die Nachbarschaft mit Büroflächen für Gründer und einem Café verwandelt. Die gemeinnützige Montag-Stiftung investiert knapp drei Millionen Euro in den Innenausbau und die Fassade des roten Backsteinhauses.

„Kofabrik“-Umbau schon gestartet

Das alte Gemäuer ist bereits eingerüstet, der Umbau hat begonnen. „Zwei Geschosse sind schon freigezogen“, berichtet OB Eiskirch von seinem Besuch vor Ort. Für die beiden oberen Etagen würden nun gewerbliche Nutzer gesucht. Aktuell werde die Endauswahl getroffen, sagt Eiskirch. Start könnte dann Mitte des Jahres sein. Für ihn bildet die „Kofabrik“ eine wichtige Verbindung ins Kortländer-Viertel.

Bunkerausgänge sind überwuchert

Das Vorankommen dort werfe automatisch die Frage auf, wie es gegenüber auf den beiden Flächen des Imbuschplatzes weitergehen soll. Antwort: möglichst ebenso lebendig. Speziell nördlich des Westrings findet Eiskirch den Platz äußerst unansehnlich. Dort wird er von mit Wildwuchs befallenen Bunkerausgängen geprägt. „Hässlich“, bringt es der OB auf den Punkt.

Das Wiederbeleben des Imbuschplatzes könnte Bestandteil eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes – kurz Isek – sein. Doch darauf allein wolle man sich nicht verlassen, stellt Gabi Spork klar. Deshalb habe die Bezirksvertretung Mitte beschlossen, das erste der künftig jährlich stattfindenen „Wander-Feste“ eben dort zu veranstalten. Um einen der gewünschten Impulse für gute Nachbarschaft zu geben.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Mit ins Boot holen will man auf jeden Fall die Kortländer-Initiativen. Thomas Eiskirch schwebt auf dem Imbuschplatz „Urban Gardening“ vor, wie es etwa in Langendreer und anderen Orten im Stadtgebiet schon wunderbar praktiziert wird. Und eben alles, was die Aufenthaltsqualität auf dem Platz steigert. Ein Spaziergang mit interessierten Bürgern durchs Kortländer-Viertel im November brachte schon erste Ideen, weitere und jede Form der Beteiligung sind erwünscht. Denn Gabi Spork ist nicht nur wichtig, „den Imbuschplatz aufzupeppen, sondern vor allem auch die Identifikation und das Gemeinschaftsgefühl im Quartier zu stärken.“

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