„Wir sind Hordel“

Arbeit des Vereins „Wir sind Hordel“ trägt erste Früchte

Der erste Trödelmarkt des Vereins „Wir sind Hordel“ im Barbarapark wurde von den Besuchern gut angenommen.

Der erste Trödelmarkt des Vereins „Wir sind Hordel“ im Barbarapark wurde von den Besuchern gut angenommen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Bochum-Hordel.  „Wir sind Hordel“ organisiert ersten Flohmarkt im Barbarapark. Der neu gegründete Verein nimmt Fahrt auf und will den Stadteil beleben.

Die Stände reihen sich aneinander im unteren Bereich des Barbara-Parks beim ersten Flohmarkt des Vereins „Wir sind Hordel“. Genug Platz zwischen dem alten Baumbestand, dem Grill- und dem Bolzplatz bleibt trotzdem, so dass die Park-Atmosphäre nicht verloren geht. Andreas Meuser, der stellvertretende Vereinsvorsitzende ist zufrieden. „Wir haben 48 Stände gewinnen können. Für das erste Mal ist das mehr, als wir erwartet haben.“

Besucher sind vom Trödelmarkt begeistert

Noch glücklicher ist Meuser über die Besucherzahl. Es herrscht ein ständiges Kommen, Gucken, Kaufen und Gehen. Viele Besucher bleiben beim sonnigen Wetter auch einfach da und treffen Nachbarn und Bekannte. Dorfidylle in der historischen „Kappskolonie“ (Siedlung Dahlhauser Heide) eben.

„Der Flohmarkt hier im Park ist eine schöne Idee. Ich shoppe sowieso gerne auf solchen Märkten“, sagt Flohmarktliebhaberin Saskia Kroll. Mit einer Freundin hat sie sich hier getroffen. Tochter Hannah bringt es für sich auf den Punkt. „Toll, ich habe schon einen Besen und eine Puppe gefunden“, freut sich die Sechsjährige.

Senior Werner Golembiewski ist ebenso begeistert. „Eine gute Sache, macht Spaß“, erklärt er. Für seinen Enkel Titus erstand er einen roten Bauhelm. „Den beklebe ich noch mit Schalke-Aufklebern“, schmunzelt er.

Erstes Stadtteilfest in 2015

Das Vereinsmotto „Wir sind Hordel“ für soziale Aktivitäten in der Kolonie gibt es schon seit 2015. Damals organisierte die Initiative örtlicher Vereine unter diesem Leitmotiv das erste Stadtteilfest auf dem Beamtenplatz. In diesem Jahr übernahm das dann der Verein „Wir sind Hordel“.

Einige Vereine wurden Mitglied

Ein Teil der Hordeler Vereine ist dort Mitglied geworden. „Mit dem Verein können wir nun das Fest aus einer Hand organisieren, sind offizieller Ansprechpartner – etwa beim Ordnungsamt – und können unseren Förderern Spendenquittungen ausstellen“, erklärt der Vorsitzende Ralf Klesz.

Dasselbe gilt für den Flohmarkt als neue Vereinsaktivität. „Bei unseren Veranstaltungen geht es darum, den Zusammenhalt hier im Stadtteil zu stärken“, so Klesz weiter. Zunächst gilt das für die Aktivitäten, für die möglichst viele Menschen im Quartier mobilisiert werden. Zumindest beim Mitwirken. „Hier beim Flohmarkt helfen uns gut 25 Leute beim Auf- und Abbauen. Die evangelische Kirchengemeinde und ihre Leute unterstützen uns mit Wasser, Strom und einer Kuchentheke. Dafür sind wir sehr dankbar“, ergänzt Meuser.

Erlöse fließen in die Stadtteilarbeit

Gleiches gilt für das Fest auf dem Beamtenplatz, wo weitere helfende Hände mitwirken. Denen stehen allerdings inzwischen mehr als 600 Besucher gegenüber. Die Veranstaltungserlöse stärken im Nachhinein weiterhin das Zusammenleben. So werden stets der Seniorentreff am Beamtenplatz sowie die Arbeit mit Kindern im Stadtteil damit finanziell unterstützt – die drei Kindertagesstätten sowie die OGS der örtlichen Außenstelle der Emil-von-Bering-Grundschule. „Damit gewinnen alle was“, sagt der Vorsitzende.

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