Hafenfest

Neues Konzept soll Kemnader Hafenfest attraktiver machen

Das neue Konzept sollte beim Kemnader See- und Hafenfest für mehr Publikum sorgen.

Das neue Konzept sollte beim Kemnader See- und Hafenfest für mehr Publikum sorgen.

Foto: Jürgen Theobald

Bochum.   Das See- und Hafenfest hat sich neu ausgerichtet und verkleinert. Änderungen sorgen für gespaltene Meinungen unter den Ausstellern und Besuchern.

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Einige Änderungen erfuhr das Konzept des Kemnader See- und Hafenfestes in seiner diesjährigen Ausgabe am vergangenen Wochenende: So gab es zum ersten Mal kein Bühnenprogramm mit Live-Musik. Neu hinzugekommen war ein Streetfood-Markt. Insgesamt fiel das Fest deutlich kleiner aus, es gab weniger Aussteller auf weniger Fläche.

Mit dieser Neuausrichtung wollte die Veranstaltungsagentur Ruhr-Event dem sinkenden Zuspruch der letzten Jahre entgegenwirken. Ob dieser Schritt gelungen ist, wurde gerade unter den Ausstellern kontrovers diskutiert: „Ich erkenne hier überhaupt kein Konzept mehr“, ärgerte sich Wolfgang Swalinna. „Das ist doch nicht neu und zeitgemäß, das ist einfach nur blamabel.“ Der Kunsthandwerker aus Ludwigsau stellt seine Arbeiten seit sieben Jahren auf dem Hafenfest aus. Das Fest sei von Jahr zu Jahr schlechter geworden, bemängelt er. Dabei biete die Seelage ein anregendes Ambiente, doch werde das Potential nicht ausgenutzt.

Kunsthandwerk steht im Mittelpunkt

Verhaltenere Kritik äußerte die Betreiberin eines anderen Kunsthandwerkerstandes, die zwar die Verkleinerung des Festes bedauerte, den Publikumszulauf aber dennoch als zufriedenstellend empfand. „Natürlich gab es auch schwächere Phasen mit weniger Besuchern aber das lag meiner Meinung nach eher an der drückenden Hitze der letzten Tage“, so die Verkäuferin.

Doch nicht alle Aussteller nahmen die Verschlankungskur negativ auf. So empfand Standbetreiber Felix Meeßen den Schritt sogar als äußerst sinnvoll. „Es ist gut, sich auf ein solides Kernangebot zu reduzieren“, so der Hattinger. Ohne Bühne und Programm kämen nur noch Besucher, die ein wirkliches Kaufinteresse mitbrächten.

So gehe es nun weniger um die Feierei als vielmehr um Kunsthandwerk und Trödel. Das sah auch Besucherin Iris Buchholz so: „Es ist schön, dass sich das Festival auf Aussteller mit hochwertigen Produkten mit alternativem Flair konzentriert. Ich stelle Bio-Seife her und das Festival gefällt mir so gut, dass ich überlege, hier nächstes Jahr selbst einen Stand zu betreiben.“

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