Neuer Chor wird 70 Jahre alt

70 Jahre Neuer Chor der Stadt Bochum: Bei der Gründung hätte wohl niemand gedacht, dass dieser runde Geburtstag erreicht würde. Und doch ist es so. „Weil sich der Chor immer wieder verjüngt und erneuert hat“, sagt Sängerin Heidrun Rapp, die seit 1965 dabei ist.

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70 Jahre Neuer Chor der Stadt Bochum: Bei der Gründung hätte wohl niemand gedacht, dass dieser runde Geburtstag erreicht würde. Und doch ist es so. „Weil sich der Chor immer wieder verjüngt und erneuert hat“, sagt Sängerin Heidrun Rapp, die seit 1965 dabei ist.

Damals stand der Singkreis vor seinem 20. Geburtstag, am 17. Januar 1947 war er gegründet worden. Bei „Mutter Wittig“ hatten sich die Sänger und Sängerinnen zur allerersten Probe getroffen. 200 Interessierte hatten sich auf die Gründungs-Annonce im Bochumer Anzeiger gemeldet. Der Name des Projekts war Programm: Als „Junger Chor Bochum“ wollte er nach den Schrecken des Krieges für einen Neuanfang stehen.

Der Musikliebhaber Günter Hildebrandt, von Haus aus Banker, hatten den Chor ins Leben gerufen. Rasch wuchs er zu einem Ensemble, welches das Konzertleben Bochums aktiv mitgestaltete. 1970 erfolgte ein Generationswechsel. „Mit dem neuen Dirigenten Heribert Buchholz änderte der Junge Chor auch seinen Namen, seitdem heißt er ,Der Neue Chor der Stadt Bochum’“, weiß Heidrun Rapp, die das Chorleben seit jenen Tagen aktiv miterlebt hat.

Gesang und Geselligkeit

Mit Buchholz, einem professionellen Musiker, entwickelte sich der Chor zu einem vielseitigen Vokalensemble. Geboten wurde und wird vornehmlich anspruchsvolle A-cappella-Musik des 16. bis 20. Jahrhunderts. Neben „Chor pur“ gehören instrumental begleitete Konzerte zum Repertoire. Die Mitwirkung bei den großen chorsymphonischen Projekten der Bochumer Symphoniker gehört zu gepflegten Traditionen des Vereins.

Der Neue Chor steht für Top-Klangqualität, die natürlich kein Zufall ist, sondern Ergebnis intensiver Probenarbeit. Stimmbildung und eine ergiebige Chorarbeit, zu der auch Konzertreisen nach Italien, Mecklenburg, Sachsen und Thüringen zählen, haben den Neuen Chor stets wachsen, aber eben auch nicht „einrosten“ lassen. Unter Leitung des seit 20 Jahre amtierenden Sebastian Voges hat sich das 61 Mitglieder starke Ensemble – davon 45 aktive Sänger/innen – für diesen Herbst eine Konzertreise nach Quedlinburg und Halberstadt vorgenommen. „Neben dem Gesang spielt bei uns die Geselligkeit eine wichtige Rolle“, verrät Heidrun Rapp.

Als nächstes stellt sich der Neue Chor mit seinem Sommerkonzert am Sonntag, 21. Mai, im Anneliese-Brost-Musikforum vor. Geboten werden dann A-cappella-Kompositionen von Clara und Robert Schumann, Samuel Barber, Johannes Brahms und – Wolf Biermann.

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