Planetarium

Neue Technik: Planetarium Bochum verspricht brillante Bilder

Über die neue Technik freut sich Planetariumsleiterin Susanne Hüttemeister.

Über die neue Technik freut sich Planetariumsleiterin Susanne Hüttemeister.

Foto: Svenja Hanusch / FFs

Bochum.  Modernisiert werden Technik und Ausstattung in der Kuppel des Planetariums Bochum. Das Versprechen: Es gibt brillante Bilder zu sehen.

Die Erneuerung der Kuppel im Bochumer Planetarium schreitet voran. Seit zwei Monaten wird intensiv in dem Haus gearbeitet. Und nun ist ein Meilenstein erreicht, wie es heißt.

Das neue digitale Projektionssystem ist installiert und hat nach Auskunft der Stadt erste Tests bestanden. Der langjährige Technologiepartner des Planetariums, die Firma Zeiss, hat speziell für Planetarien digitale LED-Projektoren entwickelt, die in Bochum nun erstmals zum Einsatz kommen. Die insgesamt elf neuen Projektoren bieten eine höhere Auflösung und dank der LED-Lichtquellen eine sehr hohe Farbbrillanz. Außerdem verdoppelt sich die Anzahl der Pixel an der Kuppel.

Zehn Jahre alte Projektoren werden abgelöst

Nachdem die Projektionstechnik ihre ersten Tests bestanden hat, beginnt die zweite große Phase der Erneuerung: der Umbau des Kuppelsaales, unter anderem mit neuem Podest und neuen Stühlen. Dies wird noch bis etwa Mitte Dezember dauern.

Die sogenannten „Velvet“-Projektoren der dritten Generation lösen die zehn Jahre alten Projektoren der ersten Generation ab. Die neuen Projektoren haben einen besonders hohen und, wie es heißt, „weltweit ungeschlagenen Kontrast“. Dies sorge weiterhin dafür, dass die Kombination aus Sternenhimmel und digitalem Bild optimal zusammenpasse. Der Name „Velvet“ (Samt) ist Programm: Die Sterne leuchten auf einem „samtig“ schwarzen Hintergrund – ein Effekt, „der einen tiefen Eindruck beim Publikum hinterlässt“, versprechen die Macher.

Hochauflösende Darstellung

Für das Planetarium bedeuten die neuen Projektoren mit LED-Lichtquellen auch eine drastische Reduzierung der Servicekosten. Der Kauf und regelmäßige Wechsel der Lampen für die Videoprojektoren gehören der Vergangenheit an. „Wir haben das ‚First Light‘ der neuen Projektoren mit großer Spannung erwartet und waren auf Anhieb begeistert“, sagt Planetariumsleiterin Susanne Hüttemeister. „Unsere Shows zeigen nun ganz neue Details, die wir zuvor auf der Kuppel nie gesehen haben. Wir freuen uns sehr, mit dem neuen Projektionssystem auch unser Publikum zu begeistern.“

Ganz neue Möglichkeiten im Live-Betrieb bietet zudem ein innovatives System zur hochauflösenden Darstellung nahezu beliebiger Computeranwendungen an der Kuppel. Durch diese neuartige Technologie werden Inhalte in sehr hoher Bildqualität darstellbar, die bisher nicht oder nur mit hohem Aufwand und unter Qualitätseinschränkungen gezeigt werden konnten. Diese Technik erlaubt dem Planetarium eine noch größere Vielfalt an Programmen und ermöglicht, schnell und flexibel auf neue Erkenntnisse aus der Forschung reagieren zu können. Besonders die kulturellen Veranstaltungen profitieren von diesen erweiterten Möglichkeiten und bieten dem Publikum neue Erlebnisse und Erfahrungen.

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