Integrative Arbeit

Neue Kümmerer für den Luchsweg in Langendreer

Einige Kinder schauen belustigt zu, wie sich Michael Künker (von rechts) und Sevda Fazlic von der Initiative Luchsweg mit den Mitarbeitern Ilkan Gedik und Simon Becker-Wyzujak fürs Pressefoto positionieren.

Einige Kinder schauen belustigt zu, wie sich Michael Künker (von rechts) und Sevda Fazlic von der Initiative Luchsweg mit den Mitarbeitern Ilkan Gedik und Simon Becker-Wyzujak fürs Pressefoto positionieren.

Foto: Dietmar Wäsche

Langendreer.   Verein für integrative Arbeit lässt Initiative wieder aufleben, um die Lebensbedingungen im Viertel zu verbessern. Stadt und VBW unterstützen.

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Zwei Jahre waren die Anwohner vom Luchsweg mit ihren Problemen mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Seit die Stadt eine für die soziale Arbeit vor Ort zuständige Mitarbeiterin dort abzog. Doch nun gibt es neue Kümmerer für den Luchsweg. Auf Betreiben der VBW wurde der Verein für integrative Arbeit (ViA) Ruhr damit beauftragt, die frühere Initiative wieder aufleben zu lassen, um die Lebensbedingungen im Viertel zu verbessern.

Erste Angebote kommen gut an

„Lu-In“ nennt sich die Initiative, die von Michael Künker und Sevda Fazlic geleitet wird. „Wir wollen hier wieder professionelle, pädagogische Angebote installieren“, sagen die beiden. Am Luchsweg 13 hat man eine geräumige Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung, wo diverse Aktionen und Gruppenangebote koordiniert und auch stattfinden können. Hier war bis Anfang 2016 auch die frühere Initiative beheimatet. Der Schwerpunkt liegt auf der Kinder- und Jugendhilfe.

Einiges ist schon angelaufen. An vier Tagen gibt es Hausaufgabenhilfe, die ganze Woche über stehen Kinderaktionen wie Pizzabacken, Ausflüge und Gesellschaftsspiele auf dem Programm. Doch auch für alle anderen Altersgruppen soll die Initiative eine Anlaufstelle bilden. So gibt es auch schon ein Frauen-Café. „Gleich beim ersten Mal kamen bereits sieben, acht Anwohnerinnen“, freut sich Sevda Fazlic. Auch die Kindernachmittage sind beliebt, bis zu 20 kleine Besucher werden im „Lu-In“ regelmäßig gezählt.

Familien haben auf neue Angebote gewartet

„Das zeigt, dass der Bedarf groß ist“, sagt Michael Künker. „Viele Familien haben förmlich darauf gewartet, dass hier was losgeht.“ Schon als das Initiative-Team die Wohnung bezog, sei man belagert worden. Zuvor hatten Künker, Fazlic und ihre fünf Mitarbeiter Flyer verteilt und an vielen Wohnungen geschellt, um sich vorzustellen und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

Wichtig ist den Kümmerern zudem, das Ehrenamt im Viertel nach vorne zu bringen. „Vielleicht gibt es ja Hobbymusiker, die eine Gitarrengruppe initiieren wollen“, sagt Sevda Fazlic. „Angedacht ist auch, eine Nähgruppe zu gründen. Dafür fehlen derzeit aber noch Nähmaschinen. Da brauchen wir noch Unterstützung.“

50 000 Euro Anschubfinanzierung

Diese gibt es immerhin von VBW und Stadt. Die VBW hat eigens zur Förderung der Initiativen am Luchsweg, an der Sonnenleite und an der Alten Markstraße eine Stiftung gegründet. Über diese fließen 2017 und 2018 jeweils 25 000 Euro an den Luchsweg – als Anschubfinanzierung. Zudem übernimmt die VBW die Nebenkosten für die Wohnung. Das Jugendamt finanziert die pädagogische Arbeit, zunächst für drei Jahre. Bis 2019 sind das insgesamt 58 450 Euro.

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