Bühne

Musiker gedenken in Bochum Ronnie James Dio

Beim Tribute To Ronnie James Dio Konzert spielten bekannte Musiker Songs aus der Karriere des ehemaligen Rainbow und Black Sabbath Sängers, um dem im Mai 2010 verstorbenen Musiker Tribut zu zollen. Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool

Beim Tribute To Ronnie James Dio Konzert spielten bekannte Musiker Songs aus der Karriere des ehemaligen Rainbow und Black Sabbath Sängers, um dem im Mai 2010 verstorbenen Musiker Tribut zu zollen. Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Beim Tribute To Ronnie James Dio Konzert spielten bekannte Musiker in der Bochumer Zeche. Sie zollten dem ehemaligen Rainbow und Black Sabbath Sänger Tribut. der im Mai gestorben war.

„Die war einfach die Stimme des Rock’n’Roll.“ So wie Mark, der extra aus Berlin zum einmaligen Konzert angereist ist, sehen es viele der rund 700 Zuschauer, die in die Zeche gekommen sind. Der kleine Mann, der seine große Stimme schon Bands wie Rainbow oder Black Sabbath lieh, hat hör- und sichtbar Spuren in der Hard Rock-Welt hinterlassen - und das generationsübergreifend. Das Publikum ist zwar im Durchschnitt deutlich älter als bei anderen Metal-Konzerten, aber auch etliche Junge Kuttenträger drängen sich in den ersten Reihen.

Sie bekommen gut zwei Stunden lang einiges geboten: Auf der Bühne haben sich etliche namhafte Musiker der Szene zusammengetan, um dem im Mai verstorbenen Sänger Tribut zu zollen. Doro Pesch, der Wattenscheider Gitarrist Axel Rudi Pell, Casting-Star Martin Kesici oder der ehemalige Rainbow-Sänger Doogie White, der extra aus Schottland ins Ruhrgebiet gekommen ist. Gemeinsam intoniert das All-Star-Orchester die größten Hits des Amerikaners.

Und das machen sie verdammt gut. Angefangen vom Opener „Dream Evil“ über Sabbath-Klassiker wie „Heaven And Hell“, Obligatorischem wie „Holy Diver“ bis hin zu Rainbow-Epen vom Schlag „Rainbow In The Dark“ war alles dabei, was das Fan Herz noch einmal hören wollte. Und auch wenn der Urheber der Songs natürlich schmerzlich vermisst wurde, kam die Vorstellung hervorragend an. Beim emotionalen Höhepunkt „Temple Of King“, dargeboten von Axel Rudi Pell und Doogie White, flossen nicht nur in der ersten Reihe vereinzelt Tränen.

Viele der Musiker haben Dio persönlich gekannt und geizten nicht mit Anekdoten über die Ikone. „Wir waren mehrfach zusammen auf Tour und Dio war immer der größte aber auch netteste Mensch, den man sich vorstellen konnte“, berichtet zum Beispiel Doro Pesch. Andere, die nicht das Glück hatten, den Sänger einmal persönlich zu treffen, verbinden trotzdem einiges mit dessen Schaffen. „Dio war auf der ersten Metal-Kassette, die mir mein Bruder vor Jahren aufgenommen hat“, erzählt Martin Kesici.

Am Ende lagen sich dann alle in den Armen. In kompletter Besetzung gab es nicht nur den Überhit, sondern auch gleich das ob des an sich traurigen Anlasses versöhnliche Motto des Abends: „Long Live Rock’n’Roll“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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