Strafjustiz

Mord-Anklage: Bochumer (79) soll Ehefrau überfahren haben

Der tödliche Vorfall hatte sich auf dem Parkplatz von Schloss Lembeck ereignet.

Der tödliche Vorfall hatte sich auf dem Parkplatz von Schloss Lembeck ereignet.

Foto: Fabian Strauch

Bochum.  Ein 79-jähriger Bochumer soll seine Frau (65) ermordet haben, indem er sie mit seinem Auto überfuhr. Das wirft jetzt die Staatsanwaltschaft vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Fast 14 Monate nach einem tödlichen Ehedrama hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage wegen Mordes gegen einen 79-jährigen Bochumer erhoben. Das Landgericht Essen bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung.

Der Angeschuldigte soll am späten Vormittag des 30. September 2018, ein Sonntag, auf dem Parkplatz von Schloss Lembeck in Dorsten seine 65-jährige Ehefrau mit seinem Auto überrollt haben. Die Frau starb kurz darauf im Krankenhaus an ihren schweren inneren Verletzungen. Die Anklage sieht das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründen. Hintergrund sollen eheliche Beziehungskonflikte gewesen sein.

Ein Prozesstermin steht noch nicht fest

Weil schon damals direkt auf dem Parkplatz ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Bochumer vorläufig festgenommen, kurz danach aber wieder freigelassen. Rund ein Jahr blieb er in Freiheit, weil die Staatsanwaltschaft aufwendig ermittelte und lange auf ein Sachverständigengutachten wartete. Ende September 2019 wurde der Mann dann in U-Haft gesperrt. Er soll bestreiten, seine Frau mit Absicht überfahren zu haben.

Wann der Prozess vor dem Essener Schwurgericht beginnt, steht noch nicht fest.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben