Pflegeberatung

Mehrgenerationenhaus Dahlhausen berät jetzt zur Pflege

Claudia Kellermann und Ayse Ertürk (v. l.)

Foto: Ingo Otto

Claudia Kellermann und Ayse Ertürk (v. l.) Foto: Ingo Otto

Dahlhausen.   Beim Stadtteilzentrum können sich Betroffene und Angehörige kostenlos informieren. Das Angebot gilt für jeden, ist unbürokratisch und neutral.

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Nun ist es offiziell: Das Mehrgenerationenhaus Stadtteilzentrum Dahlhausen der Ifak ist jetzt offiziell anerkannte Beratungsstelle für Pflege, Senioren und Demenz. Bereits seit April berät Claudia Kellermann Pflegebedürftige und dessen Angehörige in den Räumen des Mehrgenerationenhauses. Letzte Woche kam die Zulassung vom Verband der Ersatzkassen, jetzt kann die Pflegeberaterin die Leistungen auch über die Krankenkasse abrechnen. Kostenlos bleibt das Angebot für die Klienten nach wie vor.

Beispiel Patientenverfügung

„Wir reagieren damit auf einen Bedarf, der aktuell ist“, sagt Leiterin Ayse Ertürk. Im Stadtteil befänden sich zahlreiche ältere, erkrankte Menschen. Viele von ihnen würden sich jedoch nicht mit dem Pflegestärkungsgesetz auskennen, weiß Beraterin Claudia Kellermann. Hier hilft das Angebot. Und darüber hinaus: Alle Fragen rund um die Pflege können hier angesprochen werden. Und auch bei der Vorsorge weiß Kellermann Bescheid, wenn es beispielsweise um Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten geht.

Zentrum berät unabhängig

Nicht zuletzt bietet das Mehrgenerationenhaus seit April die obligatorische Beratung an, die privat Pflegende, welche das Pflegegeld in Anspruch nehmen, besuchen müssen. Hier wird ebenfalls kein Cent fällig. Das Komplettpaket ist dabei neutral und unabhängig: „Wir empfehlen keine Pflegedienste“, sagt Kellermann. Unnötige Bürokratie verzichtet wollen die Verantwortlichen im Stadtteilzentrum ebenfalls vermeiden. Ein einfacher Anruf für eine Terminvereinbarung genügt, zusätzliche Papiere müssen nicht ausgefüllt werden. Wer das Haus nicht verlassen kann, bei dem macht die Beraterin Hausbesuche.

Gründe sind vielfältig

Das Angebot wird im Stadtteil gut angenommen. Über 100 Beratungsgespräche führte Kellermann, seit sie die Halbtagsstelle besetzt hat. Die Tendenz ist steigend, nun, da die Beratungsstelle anerkannt ist. „Manche fahren bisher von Bochum bis nach Gelsenkirchen, um eine Beratung zu bekommen“, weiß Ertürk. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche wissen nicht, wo es in Bochum Beratung gibt, manch eine Beratung ist jedoch auch überbelegt. Und nicht zuletzt ist die Sprache mitunter ein Problem.

Gesprächskreis soll kommen

Selbst hier hat das Mehrgenerationenhaus vorgesorgt. „Dolmetscher sind vorhanden“, so Kellermann. Bewusst wolle man das Angebot für alle offenhalten. Das heiße, dass sowohl Deutsche als auch Zugezogene bei der Pflegeberatung willkommen sind.

Das Angebot für Kranke und Angehörige will das Stadtteilzentrum nun noch ausbauen. So sind beispielsweise Infoabende zum Pflegestärkungsgesetz vorgesehen. Auch ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige soll im Frühjahr etabliert werden.

>>> Telefonisch und per Mail erreichbar

Zu erreichen ist die Pflegeberatung zwischen 9 und 17 Uhr, entweder unter 0234/942 23 36 (bei Martina Warnke) oder unter 0234/32 49 80 90. Auch per Mail an kellermann@ifak-bochum.de lässt sich ein Termin ausmachen.

Das Mehrgenerationenhaus Stadtteilzentrum Dahlhausen lässt sich Am Ruhrort 14 finden. Neben der Pflegeberatung finden sich hier auch verschiedene anderen Angebote, beispielsweise ein Offenes Café mit täglich frischem Kuchen.

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