Gutachten

Mehr Rettungsdienst in Bochum, aber geringere Kosten

Zu etwa 44.000 Rettungsfahrten rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus (Symbolbild).

Zu etwa 44.000 Rettungsfahrten rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus (Symbolbild).

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Bochum.  Um jährlich 2,5 Millionen Euro entlastet wird das Rettungswesen in Bochum. Krankenkassen übernehmen weitere Kosten für den Rettungsdienst.

Mit sechs statt fünf Versorgungsbereichen soll künftig das Rettungssystem in der Stadt funktionieren – die bessere Verteilung über das Stadtgebiet soll dazu beitragen, die kürzere Hilfsfrist von acht Minuten einzuhalten. Ansonsten gibt es auch noch die nachbarschaftliche Hilfe. Im Vorjahr wurde in 317 Fällen Einsätze von benachbarten Rettungswachen innerhalb Bochums erledigt; in weiteren 145 Fällen wurden Einsätze außerhalb der Stadt Bochum aus Bochumer Rettungswachen übernommen. Rettungswagen rückten nicht nur zu mehr als 44.000 Alarmfahrten aus. In 6057 Fällen ging es auch um weniger zeitkritische Krankentransporte.

Krankenkassen übernehmen Kosten

Die größeren Anstrengungen sollen am Ende sogar nicht mehr, sondern sogar weniger kosten als bislang. Drei Rettungswagen, die bislang zum Einsatz in Spitzenzeiten vorgehalten werden, sollen nach und nach in den Regulärbetrieb aufgenommen werden. Schon jetzt haben die Krankenkassen signalisiert, so heißt es in einer Verwaltungsmitteilung, deren Kosten zu übernehmen. So könne der Brandschutz in den nächsten drei Jahren um jeweils zehn Stellen entlastet werden. „Bis 2023 ergibt sich daraus eine jährliche finanzielle Entlastung von etwa 2,5 Millionen Euro.“ Wohl auch deshalb hat der Rat die Vorschläge der Verwaltung zur Umsetzung des Rettungsdienstgutachtens einstimmig abgesegnet.

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