Gesundheit

LWL-Klinik für Psychiatrie will bauen und 92 Plätze schaffen

So könnte der Ersatzneubau der LWL-Klinik an der Klinikstraße aussehen.

So könnte der Ersatzneubau der LWL-Klinik an der Klinikstraße aussehen.

Foto: LWL / Selina Sielaff / funkegrafik nrw

Bochum.  Es mangelt an Plätzen in psychiatrischen Kliniken. Auch in Bochum. Die LWL-Klinik plant nun einen Erweiterungsbau.

Mit einem Neubau an der Klinikstraße will die LWL-Universitätsklinik seine Bettenkapazität ausbauen und sein Behandlungsangebot verbessern. Für den Ausbau müssen allerdings zwei Bestandsgebäude weichen.

Insgesamt 92 Plätze, 64 stationäre Betten und 28 teilstationäre Plätze, sind in dem drei- bis sechsgeschossigen Gebäude geplant. Genutzt werden sollen sie vor allem für Patienten „mit Erkrankungen wie Depressionen und Persönlichkeitsstörungen“, so Prof. Georg Juckel, der Ärztliche Direktor der LWL-Klinik. In dem Neubau solle die räumliche Voraussetzung für eine konsequente Umsetzung des sogenannten Track-Systems umgesetzt werden.

Das Konzept basiert darauf, dass Patienten in allen Behandlungsphasen im gleichen Umfeld behandelt werden können. Dieses gewohnte, vertraute Umfeld wirke sich positiv auf die Behandlung aus, so Juckel. Bislang hat die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 167 stationäre Betten und 52 tagesklinische Plätze.

LWL hat Grundsatzbeschluss gefasst

Etwa 16,5 Millionen Euro wird der Neubau inklusive einer Tiefgarage für 142 Stellplätze nach jetzigem Stand kosten. Der größte Teil, etwa 14,5 Millionen Euro, wird dabei aus Klinikmitteln finanziert, wie es in einer Vorlage des LWL heißt. Beim Landschaftsverband in Münster ist der Grundsatzbeschluss für den Bau bereits gefallen, die Ingenieurleistungen für die technische Ausrüstung werden derzeit ausgeschrieben.

Personalwohnheim wurde 1963 gebaut

Entstehen soll der Ersatzneubau an der Stelle, an der noch das 1963 gebaute Personalwohnheim sowie ein 1935 errichteter Trakt stehen, in dem u.a. die Tagesklinik eingerichtet ist. Beide weiter zu unterhalten wäre „nur mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken“ möglich, so der LWL, nachdem der eigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb die Häuser in Augenschein genommen hat. Das ältere Gebäude soll vor dem Beginn des Bauprojekts abgerissen werden. Die dort untergebrachten Einrichtungen werden vorübergehend in Containern auf dem Klinikgelände verlegt. Das Wohnheim soll nach Fertigstellung des Neubaus weichen.

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