Jubiläum

Luise Gogolok feiert ihren 100. Geburtstag in St. Johannes

Luise Gogolok, das 100-jährige Geburtstagskind freut sich über die vielen Gratulanten. Hier mit ihrer stolzen Tochter Margitta (links).

Luise Gogolok, das 100-jährige Geburtstagskind freut sich über die vielen Gratulanten. Hier mit ihrer stolzen Tochter Margitta (links).

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Bochum-Wiemelhausen.  Luise Gogolok aus Bochum-Wiemelhausen hat in der Gemeinde St. Johannes ihren 100. Geburtstag gefeiert. Der gesamte Seniorenkreis gratuliert ihr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine große Geburtstagsgesellschaft begleitet Luise Gogolok aus der St.-Johannes-Kirche ins Gemeindezentrum. Es ist nicht selbstverständlich, einen ganzen Saal mit Menschen füllen zu können, die gratulieren wollen – und noch weniger, wenn es schon der 100. Geburtstag ist. Fast alle Stühle im Saal sind besetzt, in der Mitte der Gesellschaft befindet sich der Tisch für die Ehrengäste – allen voran natürlich Luise Gogolok. Unter einem Tor aus Efeu und einer goldenen Jubiläumsplakette nimmt sie Platz, um ihr Stück Zitronentorte zu genießen. Auch dieses ist selbstverständlich mit einer 100 geschmückt.

Seniorenkreis feiert drei Geburtstage

„Es passiert nicht häufig, dass jemand 100 Jahre alt wird“, sagt Hans Hrmo in seiner Ansprache. Zusammen mit Ehefrau Brigitta leitet er den Seniorenkreis, in dessen Rahmen heute nicht nur Luise Gogoloks Ehrentag, sondern auch der 75. Geburtstag von Pastor Willi Kumpf und der 80. von Renate Riese gefeiert wird. Recht hat er damit: Für die meisten Menschen ist es fast unvorstellbar, dass jemand aus der Nachbarschaft tatsächlich kurz nach dem Ersten Weltkrieg geboren wurde. So allerdings Luise Gogolok: Am 21. Juli 1919 kommt sie zur Welt – in Wiemelhausen. Dort lebt sie noch heute an der Brenscheder Straße.

Seniorentreff gehört zu Luise Gogoloks festen Terminen

In Wiemelhausen gibt es eine Art festen Dorfkern. Es ziehen immer wieder neue Leute hinzu und auch Leute weg, aber einige von uns haben quasi ihr ganzes Leben hier verbracht und kennen sich sehr gut untereinander“, sagt Brigitta Hrmo. Auch Luise Gogolok ist ein bekanntes Gesicht. Von klein auf ist sie verbunden mit der katholischen Gemeinde, wurde dort getauft und hat etwa an einer Israel-Reise teilgenommen. Zur Zeit nimmt sie immer am Seniorentreff teil, der alle zwei Wochen stattfindet.

Zwischen 1935 und 1956 hat sie nicht in Wiemelhausen gelebt. Während des Zweiten Weltkriegs hat Luise Gogolok Bochum komplett verlassen. In Bad Berleburg hat sie als Milchkontrollassistentin auf verschiedenen Bauernhöfen gearbeitet. „So gesehen habe ich einn guten Krieg erlebt. Ich hatte immer zu Essen.“

Disziplin und Aktivitäten halten die 100-Jährige fit

Nach dem Krieg kommt schließlich Tochter Margitta zur Welt. Die heute 68-Jährige lebt in Hamburg, ist allerdings zur Feier in der St.-Johannes-Gemeinde und auch zum eigentlichen Geburtstag nach Bochum gekommen. „Ich bin regelmäßig bei meiner Mutter“, sagt sie. Die lebt schließlich ganz alleine in ihrer Wohnung: „Meine Mutter ist wirklich diszipliniert.“ Jeden Morgen steht sie gegen halb sieben auf, frühstückt, kocht, kauft ein und hält – ganz wichtig – einen Mittagsschlaf. Der nächste Programmpunkt: Die 14-Uhr-Nachrichten. Spaziergänge und Kreuzworträtsel gehören auch häufig in einen Tag von Luise Gogolok: „Man muss sich ja fit halten“, sagt sie.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben