Eingemeindung

Linden-Dahlhausen feiert 90 Jahre Eingemeindung

Die Königstraße – heute Hattinger Straße – führte durch Linden und Dahlhausen. Nach der Eingemeindung wurden die Straßen umbenannt.

Die Königstraße – heute Hattinger Straße – führte durch Linden und Dahlhausen. Nach der Eingemeindung wurden die Straßen umbenannt.

Foto: Archiv der Stadt Bochum / Stadt Bochum

Linden-Dahlhausen.  Die „Bindestrich-Gemeinde“ ist drei Wochen in Partylaune. Parallel feiern die Ruhrlandbühne und ihr Fanfarenzug einen runden Geburtstag.

Vor 90 Jahren wurden Linden und Dahlhausen eingemeindet. Doch anders als in anderen Stadtteilen ging dies ohne Proteste ab. „Es ist geschmeidiger abgelaufen“, erklärt Marc Gräf, Bezirksbürgermeister für den Bochumer Südwesten. „Die Bürger haben sich konstruktiv beteiligt, als sie ein Teil von Bochum wurden und ihre Rolle sehr aktiv wahrgenommen.“

Das Amt Linden-Dahlhausen gab es seit 1886, urkundlich erwähnt wurden zuvor schon einige Höfe im Sprengel. Und der hat sich bis heute seine Eigenständigkeit und seine Eigenart bewahrt. „Wir haben hier eine besondere Mentalität, die geprägt ist durch besonderen Zusammenhalt“, findet Heinz Jäger, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Linden.

Vereine sind das Fundament

Den tragen vor allem die vielen Vereine in der „Bindestrich-Gemeinde“, wie Linden-Dahlhausen auch bezeichnet wird. Sie sind es auch, die die Stadtteile für die nächsten drei Wochen in Festlaune versetzen werden. Los geht’s am Wochenende mit dem Turmfest des Löschzugs Linden.

Nahtlos fügt sich eine Woche später „Dahl’sen Total“ an vom 6. bis 8. September. Die Ruhrlandbühne ist dann das Geburtstagskind, die 70 Jahre alt wird; der Fanfarenzug und die Tanzgarde blicken auf 60 Jahre zurück. Am Freitag eröffnet ein Dämmerschoppen am Vereinsheim, Ruhrmühle 22, den Reigen. Weiter geht’s mit Pauken und Trompeten am Samstag mit einem Platzkonzert am Rosalie-Adler-Seniorenzentrum. Künstler und Gruppen der Ruhrlandbühne bestreiten ein Live-Programm, bevor die Open-Air-Disco und die Jubiläumsparty beginnen. Am Sonntag stehen die Knurrhähne und Platzkonzerte befreundeter Musikzüge im Fokus. Dazu gibt es Kinderspiel-Angebote.

Drei Tage Lindener Meile

Und das Feiern geht weiter. Auch die Lindener Meile vom 13. bis 15. September steht ganz im Zeichen der Eingemeindung vor 90 Jahren. Der Freitag startet mit einem großen Umzug, ab 18 Uhr am Einrichtungshaus Rodemann, Hattinger Straße 765. Ziel ist der Wilhelm-Hopmann-Platz. Hier wird das Ereignis dann im Anschluss an den Umzug mit einem Bühnenprogramm und einem Dämmerschoppen mit vielen Bürgern gefeiert. Die „Lindener Meile“ besteht – wie immer – durch die verlockende Gastro-Meile. An allen Tagen hat die Werbegemeinschaft mit Unterstützung heimischer Vereine und Akteure ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das ebenfalls ganz im Zeichen der 90-Jahr-Feier steht.

Am oberen Marktplatz lockt ein historischer Jahrmarkt die Besucher an, zudem kommen dort die Kinder auf ihre Kosten. Auf dem katholische Kirchplatz kann gefeilscht werden auf dem Trödelmarkt entlang der Hattinger Straße. Dort bauen auch Kunsthandwerker am Samstag und Sonntag ihre Stände auf. Am verkaufsoffenen Sonntag präsentieren sich die Geschäfte und Vereine aus Linden. Die Ruhrlandbühne organisiert einen weiteren Umzug, diesmal von der Timmer Schule zum Marktplatz. Mit ins Boot geholt haben die Macher der Lindener Meile zudem die evangelische Gemeinde mit ihrem Fest an der Arche.

Auch der Mittelstand hat Grund zum Feiern

Nicht allein das „Bindestrich-Dorf“ und die Vereine feiern ein rundes Ereignis. Auch lokale Unternehmen wie das Ideenhaus Rodemann haben Jubiläum – es wird ebenfalls 90 Jahre alt. Und die Werbegemeinschaft Linden, die größte stadtweit mit über 100 Mitgliedern, wird im Oktober 50 Jahre alt.

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