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LDSV bekommt sein Vereinsheim von der Stadt zurück

Das Vereinsheim des LDSV aus der Vogelperspektive, aufgenommen während

Foto: LDSV

Das Vereinsheim des LDSV aus der Vogelperspektive, aufgenommen während Foto: LDSV

Bochum-Linden/Dahlhausen.   Nach Jahrzehnten als Mieter übernimmt der Linden-Dahlhauser Schwimmverein wieder das Klubhaus an der Ruhrmühle. Dort wird richtig investiert.

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Die Vorweihnachtszeit war für den Vorstand des Linden-Dahlhauser Schwimmverein (LDSV) richtig spannend. Seit Tagen warten der Vorsitzende Volkhard Schnitzler und seine Mitstreiter auf Post vom Liegenschaftsamt. Damit sie endlich schriftlich haben, was sie im Grunde eh schon wissen: Das Vereinsheim an der Ruhrmühle kehrt in den Besitz der Schwimmer zurück.

„Der Kauf ging schon durch alle städtischen Instanzen, hat man uns gesagt“, berichtet Volkhard Schnitzler. „Bis Jahresende wurde uns die endgültige Genehmigung zugesichert.“ Dann kommt endlich wieder zusammen, was eigentlich ohnehin zusammen gehört. Denn der LDSV selbst war es, der das Vereinsheim in der 20er Jahren gebaut hat. „Alles in Eigenleistung“, weiß der Ehrenvorsitzende Günter Schauwienold.

Verein zum Verkauf gezwungen

Alles lief damals bestens. Bis die Nazis an die Macht kamen. Und den LDSV vor die Wahl stellten: Entweder ihr reißt das Vereinsheim ab oder verkauft es an die Stadt. Als Begründung wurde angegeben, man wolle die Flussbadeanstalt vergrößern und benötige dafür das Gelände. Natürlich entschieden sich die Schwimmer für den Verkauf. 3000 Reichsmark bekamen sie.

Nach dem Krieg endete ein Rückerstattungsverfahren mit einem Vergleich: Das Grundstück an der Ruhrmühle nebst Vereinsheim und Freigelände blieb im Besitz der Stadt, dafür erhielt der LDSV für 25 Jahre das pachtzinsfreie Nutzungsrecht. Für die Instandsetzung des Vereinsheims kam seither stets der LDSV auf – ausnahmslos ohne städtische Mittel. Der Pachtvertrag wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verlängert, zuletzt allerdings immer nur um ein Jahr. „Da wir vor weiteren enormen Renovierungsarbeiten stehen, war uns diese kurze Vertragslaufzeit zu unsicher“, erklärt Volkhard Schnitzler.

Also suchte der Vorstand vor gut einem Jahr über Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Kontakt zur Stadt. Nach guten Gesprächen war schnell ein Konsens gefunden. Über die ausgehandelten Vertragsinhalte will sich Volkhard Schnitzler nicht weiter äußern. Nur soviel gibt er preis: „Wir kamen zu einer sehr fairen Übereinkunft.“ Und man habe für 30 Jahre die so wichtige Planungssicherheit, plus optional für weitere zehn Jahre.

Viel wird in Eigenarbeit erledigt

Schon im Januar wollen die Schwimmer mit den Renovierungsarbeiten loslegen. Neue Heizung, Außen- und Hochwassersicherung, neuer Außenanstrich, neue Dachdämmung, diverse Innenarbeiten – die Liste der anstehenden Arbeiten ist lang. „Einen Großteil werden wir in Eigenregie anpacken“, sagt Volkhard Schnitzler. „Doch das geht natürlich nicht bei allem. An die Heizung etwa muss ein Fachmann.“

Die Kosten für die Renovierung werden auf bis zu 40.000 Euro geschätzt. Viel Geld, dass der Verein in den letzten Jahren schon mal vorsorglich angespart hat. Auf die Rücklage wird nun zurückgegriffen. Zum Wohle des alten neuen Eigenheims.

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