Festtage

Kulturstadt Bochum zeigt sich von ihrer besten Seite

Blick ins gut gefüllte Museumsforum am Sonntagmorgen.

Blick ins gut gefüllte Museumsforum am Sonntagmorgen.

Foto: Ingo Otto

Bochum.  Die Musikschule und das Kunstmuseum machten mit Festtagen auf sich aufmerksam. OB Thomas Eiskirch betont den Stellenwert der Kultur für Bochum.

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Bochums Oberbürgermeister kann sich angesichts voller Terminpläne zwar nicht teilen, aber er ist auf dem besten Weg dahin: Am Sonntag schaffte es Thomas Eiskirch (fast) zeitgleich, die Grußworte sowohl zum 50. Geburtstag der Musikschule als auch zur Neu-Eröffnung des Museums zu sprechen. An beiden Orten, wohlgemerkt! „Das ist ein guter Morgen für die Bochumer Kultur“, meinte Eiskirch im Museum. Er sei stolz auf (s)eine Stadt, die es schaffe, am Sonntag um 11 zwei Säle mit Kulturinteressierten zu füllen.

Umfangreiches Angebot

Die Musikschule wird, wie berichtet, in diesem Jahr 50 und nutzte das Wochenende, um sich mit ihrem umfangreichen Angebot vorzustellen. Die neue Heimat der Musikschüler, das Musikforum Ruhr, gab dazu den passenden Rahmen ab. Verschiedenste Vorstellungen – vom Blaswerk-Unterhaltungsorchester bis zum Barockkonzert auf historischen Instrumenten – lockten am Samstag und Sonntag (nicht nur) Familienangehörige der Musikschüler, die mit Eifer, Sang und Klang bei der Sache waren.

Eine Außenbühne beschallte die Marienstraße, eine Büchermeile lud zum Stöbern in ausschließlich musikalischen Veröffentlichungen ein, sie reichten von BDM-Liederbuch „Wir Mädel singen“ (1939) über Beethoven-Noten bis zur Bach-Biografie „Leben und Werk“. Nebenan hatten die Mitarbeiter/innen der Musikschul-Verwaltung einen Stand für die Kinder auf die Beine gestellt. Hier konnten die Kleinen Spin-Drums und Regenmacher-Rasseln basteln, alte Saiten und Kronkorken kamen zum Einsatz.

Lichtdurchfluteter Raum

Das Museum setzte am Sonntag auf eine gehörige Portion Farbe, denn der Museumstag mit vielen künstlerischen Angeboten war an die Eröffnung der großen Ausstellung mit Arbeiten des Farbfeld-Malers Rupprecht Geiger (1908-2009) gekoppelt. Julia Geiger, Enkelin des Künstlers, stand als kompetente Führerin durch die Schau bereit.

In seiner Ansprache betonte Museumsdirektor Hans Günter Golinski seine Erleichterung über das Ende der Dachsanierung im Neubau: „Das Museum hat die Baustellenzeit gut überstanden, und wir sind sehr froh, mit unserer lichtdurchfluteten Beletage ein Alleinstellungsmerkmal in der Museumslandschaft des Ruhrgebiets zu stellen.“ Die weitläufige Ausstellungsfläche im ersten Stock ist mit Sheddächern versehen, die den Raum mit Tageslicht fluten, was die gezeigten Gemälde sonnig leuchten oder, bei verhangenem Himmel, farblich zurücktreten lässt.

Als nächstes Kapitel in der dann 60-jährigen Museumsgeschichte sehen Golinski & Team der Eröffnung der Villa Marckhoff entgegen. Mit Mitteln der Stadt und der Kunst- und Museumsgesellschaft sollen dort bis 2020 Räumlichkeiten hergerichtet werden, in denen die Bochumer Sammlung dauerhaft gezeigt werden kann.

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