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Kulturfestival BO-Biennale erlebt seine zweite Auflage

Der große Aktionstag auf dem Springorum-Radweg war ein Höhepunkt der letzten Bo-Biennale. Im Bild: Akrobatin Sabeth Dannenberg.

Der große Aktionstag auf dem Springorum-Radweg war ein Höhepunkt der letzten Bo-Biennale. Im Bild: Akrobatin Sabeth Dannenberg.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Nach dem Erfolg im letzten Jahr will der Treff der freien Szene im Sommer 2019 wieder für Furore sorgen. Auch das Kunstmuseum macht mit.

An diese bunten Tage denken viele gern zurück: Bei der ersten BO-Biennale präsentierte sich die freie Kulturszene im letzten Sommer kompakt, kreativ und vielfältig.

Zehn Tage lang gab es überall im Stadtgebiet etwas zu erleben. Kunst, Theater, Literatur, Konzerte: So gebündelt wie nie zuvor zogen die freien Künstler beim ersten Festival dieser Art alle Register. Über 240 Veranstaltungen mit mehr als 150 Akteuren fanden ihr Publikum, das Programmheft hatte die Form eines stattlichen Schmökers. Der Höhepunkt war gewiss der Aktionstag auf dem Springorum-Radweg mit Maskentheater und einer magischen Performance.

Keine Frage, all dies schrie förmlich nach einer Wiederholung, und dank einer Förderzusage der Stadtwerke (40.000 Euro) steht der Neuauflage 2019 nichts mehr im Weg.

Neue Ideen und Altbewährtes

Mittlerweile gibt es auch einen genauen Termin: Vom 13. bis 23. Juni 2019 soll die zweite BO-Biennale über die Bühne gehen. „Wir stecken schon mitten in den Vorbereitungen“, verrät Dorothee Schäfer, eine der Mitorganisatorinnen. Mit einer Mischung aus neuen Ideen und Altbewährtem soll es auch beim zweiten Mal spannend und innovativ zugehen. „Unser Ziel, Reichtum und Vielfalt der freien Kulturszene in konzentrierter Form sichtbar zu machen, hat sich erfüllt – und wird uns auch beim nächsten Mal anspornen.“

Erste Pläne verraten Spannendes: So soll gleich zum Start eine lange Nacht der Ateliers die Bandbreite der Kulturszene aufzeigen. Nicht nur Galerien sollen dann ihre Türen öffnen: Auch spannende Orte wie Garagen, Gartenhäuser und verschwiegene Kammern sollen dabei sein. Über Begleitprogramme wie Lesungen und Konzerte würden sich die Organisatoren freuen. Zudem soll es zu den Ausstellungsorten organisierte Führungen geben.

Webcam im Kunstmuseum

Die Tanzsparte soll bei der zweiten BO-Bienale deutlich ausgebaut werden. Und der Open-Air-Tag auf dem Springorum-Radweg soll seine Wiederauferstehung feiern. Überhaupt: Bei allen Projekten und Aktionen im öffentlichen Raum freut sich das BO-Biennale-Team auf tatkräftige Unterstützung. „Thematisch gibt es keine Beschränkungen“, so Schäfer. Auch stünde dafür ein kleiner Pool zur Finanzierung zur Verfügung.

Mit dem Kunstmuseum möchte sich erstmals ein städtisches Haus an der Biennale beteiligen. „Wir wollen uns aber nicht nach vorne drängen“, sagt der stellvertretende Leiter Sepp Hiekisch-Picard. Geplant ist etwa eine Webcam in der ständigen Sammlung des Museums, die sonst verschlossen ist.

>>> INFO: BO-Biennale sucht noch Mitstreiter

Die Idee für das Kulturfestival BO-Biennale entstand beim regelmäßig tagenden „Kulturstammtisch“ der freien Szene.

Wer beim zweiten Festival mitmachen möchte, kann sich um eine Teilnahme bewerben. Projektbeschreibungen (DIN-A4-Seite) bis 30. Juli per Mail an: kontakt@kultbo.org. Bewerbungen für den Kunstmix sind bis 31. Dezember möglich an: mix@kunstmix.de

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