Volkspark

Künstler bringen Farbe in den Volkspark Bochum-Hiltrop

Die ersten Container der Klärstation sind durch den Graffiti-Künstler Domagala farbig gestaltet worden. Weitere hat der Bezirk Nord in Auftrag gegeben.

Die ersten Container der Klärstation sind durch den Graffiti-Künstler Domagala farbig gestaltet worden. Weitere hat der Bezirk Nord in Auftrag gegeben.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Hiltrop.  Bezirk Nord plant Schritte zur Aufwertung des Parks in Bochum-Hiltrop. Container für die Grundwasserreinigung werden mit Graffiti verschönert.

Der Volkspark Hiltrop gilt vielen Menschen im Bochumer Norden als Lieblingsort. Was den Blick trübt, das sind die Container der Klärstationen, denn das Grundwasser ist erheblich verseucht und muss gereinigt werden. Die Bezirksvertretung Nord, die sich für eine Sanierung des Parks einsetzt, hat Graffiti-Künstler beauftragt, die Container zu besprühen. „Denn die“, so Bezirksbürgermeister Henry Donner (SPD), „bleiben uns noch eine Weile erhalten“.

Der erste Container ist jetzt fertiggestellt. Martin Domagala, Kunstpädagoge und freier Künstler aus Essen, schuf eine wild wuchernde grüne Landschaft mit dem Schriftzug „Hiltrop“. Björn Schick, Fassaden- und Objektgestalter aus Hagen, erhielt den Auftrag für eine Landschaft mit der Überschrift „Volkspark Hiltrop“. Er wird seine Arbeit in Kürze in Angriff nehmen. Als Fläche dient ihm ein Groß-Container, der wie ein Triptychon dreigeteilt mit einer typischen Parkszene als Scherenschnitt-Silhouette gestaltet wird. Insgesamt gab der Bezirk für die beiden Objekte eine Summe in Höhe von 4000 Euro. Donner: „Alles soll noch in diesem Jahr fertig werden.“

Wasserspielfläche wiederbeleben

Die Containergestaltungen sind Teil der geplanten Aufwertung des Parks. Dazu gehört auch die Instandsetzung des Spielplatzes; im Bezirk Nord hatte die SPD angeregt: „Wir wollen mehr Attraktivität für die Fläche. Der frühere Wasserfall könnte wiederhergestellt werden, Wasser sollte auch den Spielplatz bereichern“, so Philipp Welsch. Für eine Wasser-Spielfläche, so wusste jetzt Henry Donner zu berichten, könnten Fördermittel vom Land kommen: „Ein Antrag soll gestellt werden.“ Zudem hofft die Politik auf Sponsoren.

Auch bei der Pflege müsste viel getan werden, an Wegen, Begrünung und Bänken. Der Ostbach könnte wieder in den Teich eingeleitet werden. Rund um den Teich soll ein Weg, bestückt mit Bänken, führen. Der Bezirk wünscht, dass der frühere Rundweg durch den gesamten Park hergerichtet wird. Damit sich Spaziergänger, insbesondere Senioren sicherer fühlen, sollen die Wege beleuchtet, wucherndes Grün zurückgeschnitten werden.

Einsatz der Bürger gefragt

Bei der Sanierung des Volksparks setzt der Bezirk auch auf bürgerschaftliches Engagement. Donner: „Viele Anwohner rund um den Volkspark, aber auch Besucher, wollen mithelfen, die Anlage auf Vordermann zu bringen.“ Geplant ist, einen gemeinnützigen Verein zur Verschönerung des Volksparks zu gründen. Der könnte hilfreich sein bei der Suche nach potenziellen Sponsoren. Denn auch wenn noch keine Summen errechnet wurden: Die Stadt wird die Sanierung des Parks zurzeit nicht finanzieren können.

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