Großeinsatz

Kohlenmonoxid-Alarm im Bochumer Bermudadreieck – sechs Verletzte

Die Feuerwehr räumte die Shisha-Bar im Bermudadreieck.

Die Feuerwehr räumte die Shisha-Bar im Bermudadreieck.

Foto: Justin Brosch

Bochum.  Im Bermudadreieck hat die Feuerwehr in der Nacht zu Sonntag eine Shisha-Bar geräumt. Im Keller fand die Feuerwehr Eimer mit glühender Kohle.

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Die Bochumer Feuerwehr hat in der Nacht zu Sonntag eine Shisha-Bar im Bermudadreieck geräumt. Mehrere Menschen kamen mit dem Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Bochum berichtet, hatte es rund eine Stunde vor Beginn des Großeinsatzes einen Rettungsdiensteinsatz vor der Gaststätte gegeben. Eine Besucherin der Bar hatte über starke Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt. Die Rettungsdienstbesatzung brachte die Frau deshalb ins Bergmannsheil.

Dort stellten die Mitarbeiter der Klinik schließlich sehr hohe Kohlenmonoxid-Werte im Blut fest. Und die Frau bestätigte, dass sie mit ihren drei Geschwistern zuvor in einer Shisha-Bar an der Brüderstraße war. Das Personal der Notaufnahme schaltete direkt und informierte die Feuerwehr, die sofort in das Bochumer Partyviertel ausrückte.

Mehrere Bar-Besucher kamen ins Krankenhaus

Als die Kräfte der Feuerwehr an der Shisha-Bar eintrafen, befanden sich rund 120 Personen in dem Lokal. Die Einsatzkräfte räumten die Bar, denn die Messgeräte lieferten ebenfalls erhöhte CO-Werte. Die Feuerwehr forderte alle Gäste auf, sich von den anwesenden Notärzten untersuchen zu lassen. "Dieser Aufforderung kamen leider nicht alle Betroffenen nach und entfernten sich aus der Absperrung", so der Feuerwehrsprecher.

Da sich während des Einsatzes weitere Besucher mit ähnlichen Symptomen meldeten, löste die Leitstelle einen Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Bei vier Personen musste aufgrund der Symptome an der Einsatzstelle eine Blutgasanalyse durchgeführt werden, zwei davon kamen zur weiteren Behandlung in ein Bochumer Krankenhaus. "Da zu Beginn des Einsatzes nicht abzusehen war, wie viele der rund 120 Gäste verletzt waren, wurden zehn Transportfahrzeuge alarmiert, die die Personen dann in verschiedene Krankenhäuser hätten transportieren können. Dies war zum Glück nicht notwendig", so der Pressesprecher der Feuerwehr.

Im Keller der Bar fanden Atemschutz-Trupps schließlich mehrere Eimer mit glühender Shisha-Kohle. Diese wurden ins Freie gebracht und die Glut gelöscht. Um Frischluft in die Gaststätte zu pusten und das giftige Kohlenstoffmonoxid zu verdrängen, setzte die Feuerwehr einen Hochleistungslüfter ein. Gegen halb vier am Morgen war der Einsatz der rund 60 Einsatzkräfte beendet.

Warum es zu der erhöhten CO-Konzentration in dem Lokal gekommen ist, ermittelt nun die Polizei. (mawo)

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