Klavier-Abend mit philosophischer Tiefe

Innerhalb Ludwig van Beethovens Gesamtwerk erfordert die Hammerklaviersonate B-Dur Opus 106 eine besondere Meisterschaft und Reife des interpretierenden Pianisten. Im Thürmer-Saal im Folkwang-Theaterzentrum reüssierte die erst 21-jährige Pianistin Hilda Huang mit diesem Sonaten-Meisterstück. Und die Amerikanerin, Preisträgerin des Bachwettbewerbs Leipzig 2014, verinnerlichte ihren Beethoven in einer erstaunlichen Weise, wählte keinesfalls ein schnelles Tempo, sondern eines, das das strukturelle Hören des Publikums herausforderte. Im Adagio zog sie übergroße Spannungsbögen und stellte intelligent Bezüge her, quasi innerhalb eines langen Atemzugs. Das ließ aufhorchen!

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Innerhalb Ludwig van Beethovens Gesamtwerk erfordert die Hammerklaviersonate B-Dur Opus 106 eine besondere Meisterschaft und Reife des interpretierenden Pianisten. Im Thürmer-Saal im Folkwang-Theaterzentrum reüssierte die erst 21-jährige Pianistin Hilda Huang mit diesem Sonaten-Meisterstück. Und die Amerikanerin, Preisträgerin des Bachwettbewerbs Leipzig 2014, verinnerlichte ihren Beethoven in einer erstaunlichen Weise, wählte keinesfalls ein schnelles Tempo, sondern eines, das das strukturelle Hören des Publikums herausforderte. Im Adagio zog sie übergroße Spannungsbögen und stellte intelligent Bezüge her, quasi innerhalb eines langen Atemzugs. Das ließ aufhorchen!

„Die Hammerklaviersonate lehrt, was Größe ist,“ sagte einst der Klassik-Experte Joachim Kaiser. Die auch im Dirigieren unterrichtete, junge Kalifornierin zeigte sich am Klavier bereits wie ein Maestro und spürte den Tönen nach. Mozarts Sonate a-moll KV 310 mit einem wunderschön singenden Andante klang unter ihren Händen brillant und stilsicher. Johannes Brahms’ Sechs Klavierstücken op. 118 entlockte sie eine inspirierende Offenheit der Form.

Das war ein Klavierabend mit philosophischer Tiefe!

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